St.Gallen

Mordfall Ganterschwil: Kantonsgericht bestätigt Urteil – 19 Jahre Haft

1. April 2021, 14:54 Uhr
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Quelle: tvo

Das Kantonsgericht St.Gallen hat entschieden: Der 35-jährige Nordmazedonier, der im Jahr 2015 einen Mann ermordete, muss für 19 Jahre ins Gefängnis. Sein Mittäter für vier. Dieser Entschluss fiel, nachdem die beiden Beschuldigten Berufung einlegten.

Der 35-Jährige wurde angeklagt, weil er im Jahr 2015 in Ganterschwil auf den Lebenspartner seiner Ex-Freundin geschossen, mit einem Messer auf ihn eingestochen und ihn so tödlich verletzt hat (FM1Today berichtete). Das Kreisgericht Toggenburg verurteilte ihn im März 2020 zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 19 Jahren. Ein Mitbeschuldigter wurde zu vier Jahren Haft verurteilt.

Sowohl die beiden Beschuldigten als auch Staatsanwaltschaft legten damals Berufung ein. Die Staatsanwaltschaft forderte höhere Haftstrafen, der Nordmazedonier sowie sein Gehilfe forderten Freisprüche. Das Kantonsgericht St.Gallen hat nun die Entscheide des Kreisgerichts bestätigt.

Es sei erwiesen, dass der Haupttäter sein Opfer skrupellos getötet und damit den Tatbestand des Mordes erfüllt hat. Zu dieser Tötung leistete der Mitbeschuldigte, ein 55-jähriger Schweizer, nach Überzeugung des Gerichts Hilfe. Der 55-Jährige besorgte dem 35-Jährigen damals die Waffe und fuhr ihn an den Tatort.

Das Kantonsgericht verurteilte den Haupttäter am 1. April 2021 zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 19 Jahren, sein Gehilfe muss für vier Jahre ins Gefängnis. Zudem wurden den beiden Beschuldigten Verfahrenskosten in der Höhe von über 250'000 Franken auferlegt.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 1. April 2021 15:59
aktualisiert: 1. April 2021 14:54