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St.Gallen

Nach Brand in Wohnung: «Ich hatte so Angst, ich habe gezittert»

11. Januar 2022, 16:27 Uhr
In St.Gallen hat am Dienstagmorgen die Wohnung direkt über der Familie Hoti gebrannt. Mitten in der Nacht mussten sie aus ihrer Wohnung in die kalte Nacht flüchten. Der Schock über das Unglück sitzt immer noch tief.
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Quelle: FM1Today/TVO/Noah Hartmann

«Wir sind um drei Uhr in der Nacht aufgeschreckt», erzählt der Familienvater Gjevdet Hoti. Am Dienstagmorgen klopfte sein Nachbar panisch an der Eingangstüre und weckte damit Gjevdet Hoti, seine Frau und seine Kinder. Über dem Zuhause der Hotis brannte die Wohnung einer 61-jährigen Frau. «Durch die Türe der Wohnung ist schon der Rauch gekommen», erzählt Gjevdet Hoti. Der St.Galler wusste, dass sich im Feuer eine Frau befindet und wollte helfen: «Da war überall Rauch und Feuer, deshalb wollte ich sofort die Türe eintreten», sagt der Familienvater. Doch bevor er etwas unternehmen konnte, war die Polizei bereits vor Ort und rettete die Frau.

In der Wohnung «stinkt es»

Gjevdet Hoti und seine Familie konnten am späten Dienstagmorgen wieder in ihre Wohnung zurückkehren. Auf den ersten Blick sieht man keine Schäden an den Möbeln oder den Wänden. «Seit Stunden stinkt es in der Wohnung nach Rauch und wir wissen nicht, wann der Geruch wieder verschwindet», sagt Gjevdet Hoti. «Aber eigentlich ist das nicht schlimm. Hauptsache, meiner Familie ist nichts passiert.»

61-jährige Frau schwer verletzt

Weniger Glück hatte die 61-jährige Bewohnerin der Wohnung. Sie wurde bei dem Feuer schwer verletzt. Kurz nach drei Uhr war die Feuerwehr und Polizei verständigt worden, dass es im dritten Stock eines Mehrfamilienhauses brannte. Die verletzte Frau wurde in kritischem Zustand ins Spital gebracht. Zwölf Bewohnerinnen und Bewohner konnten durch die Polizei in eine nahegelegene Kirche gebracht und dort betreut werden.

Der Brand konnte rasch unter Kontrolle gebracht werden. Die ausgebrannte Wohnung wurde so stark beschädigt, dass sie nicht mehr bewohnbar ist. Die Brandursache ist noch unklar und wird von der Polizei untersucht.

(noh)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 11. Januar 2022 07:20
aktualisiert: 11. Januar 2022 16:27