Nach tödlichem Unfall: Polizei sucht Zeugen

Laurien Gschwend, 12. August 2019, 10:39 Uhr
Die Einsatzkräfte standen am Sonntag bis spätabends im Einsatz, um nach dem tödlichen Unfall auf der Autobahn A1 bei Oberbüren Spuren zu sichern. Mithilfe eines Zeugenaufrufs soll der genaue Unfallhergang geklärt werden.

Um 23 Uhr kehrte am Sonntag die letzte Patrouille der Kantonspolizei St.Gallen vom tödlichen Unfall auf der A1 zurück, für die Feuerwehr dauerte der Einsatz bis Mitternacht an. «Wir mussten sehr viele Spuren sichern. Erschwerend war dabei, dass das Wetter umgeschlagen hat und wir ziemlich verregnet wurden», sagt Florian Schneider, Mediensprecher der Kapo St.Gallen, am Montagmorgen auf Anfrage von FM1Today.

Militärauto-Fahrer kann bald raus aus Spital

Beim Verkehrsunfall zwischen einem ehemaligen Militärfahrzeug auf dem Pannenstreifen und einem Auto mit französischen Kontrollschildern sind zwei Frauen verstorben. Vier Personen, darunter auch der 52-jährige Lenker des Militärautos, wurden teilweise schwerst verletzt. «Der 52-Jährige wurde am wenigsten schwer verletzt. Er kann das Spital wohl als erster verlassen», sagt Schneider. Die drei weiteren Verletzten seien weiterhin im Spital. Sie befanden sich wie die beiden Frauen im französischen Auto.

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Quelle: CH Media Video Unit

Mit französischen Behörden in Kontakt

Die Identität der Todesopfer sei noch nicht restlos geklärt, wie Schneider weiter sagt. «Wir haben von den französischen Behörden erste Rückmeldungen erhalten. Diese müssen wir jetzt verifizieren.» Die Verständigung der Angehörigen stehe noch aus.

Der Fahrer des Militärfahrzeugs stand gemäss bisherigen Erkenntnissen wegen einer Panne auf dem Pannenstreifen. Wieso das Auto hineinprallte, ist weiterhin unklar. Deshalb sucht die Polizei nun Zeugen, die das Fahrverhalten des französischen Autos, eines schwarzen Renault Talisman, vor dem Unfall beobachten konnten.

In diesem Renault Talisman sassen die beiden tödlich verletzten Frauen sowie die drei Schwerverletzten. (Bild: BRK News/Beat Kälin)

Laurien Gschwend
Quelle: lag
veröffentlicht: 12. August 2019 08:08
aktualisiert: 12. August 2019 10:39