Rorschach

Ostschweizer Asylproblem? Der Angriff auf einen Rentner wirft Fragen auf

· Online seit 27.02.2024, 19:43 Uhr
Der Überfall von zwei Asylsuchenden auf einen 82-jährigen Rentner am Rorschacher Hauptbahnhof sorgt in der Region für teils heftige Reaktionen. Der Fall wirft Fragen auf. Wie kann es sein, dass einer der Täter immer noch in der Schweiz ist, obwohl für den Marokkaner bereits seit längerem ein Landesverweis besteht?
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Warum darf ein junger Asylsuchender, der bis Mitte Januar aus der Schweiz hätte ausreisen müssen, immer noch frei herumlaufen? Diese Frage beschäftigt die Region seit dem Überfall auf einen Rentner am Rorschacher Hauptbahnhof.

Laut der St.Galler Kantonspolizei wurde der 25-jährige Marokkaner von einem anderen Kanton weggewiesen und dürfte heute eigentlich nicht mehr in der Schweiz sein. Beim zweiten mutmasslichen Täter handelt es sich um einen 48-jährigen Marokkaner.

«Nicht so einfach»

Laut dem Staatssekretariat für Migration sei es nicht so einfach, einen Menschen gegen seinen Willen abzuschieben: «Damit Rückführungen in einen Herkunftsstaat durchgeführt werden können, braucht es gewisse Vorbereitungen. Es bedarf einer Identitätsabklärung, Papierbeschaffung und die ganze Ausreiseorganisation. Das nimmt eine gewisse Zeit in Anspruch», sagt Magdalena Rast, Mediensprecherin Staatssekretariat für Migration, gegenüber TVO.

Links und rechts sind sich einig

Für die St.Galler Politik ist es unverständlich, dass der Jüngere der beiden mutmasslichen Täter immer noch frei herumlaufen darf – hier sind sich für einmal links und rechts einig. «Für mich ist das nicht mehr tragbar und es gibt nur eines: Die Leute die gefasst werden, müssen sofort ausgewiesen werden und unser Land verlassen», so Walter Gartmann, St.Galler SVP-Nationalrat.

Ähnlich tönt es bei Guido Etterlin, Vize-Fraktionspräsident der St.Galler SP: «Für diese Fälle, wo Personen kriminell sind, kann kein Pardon gelten. Sie müssen in Ausschaffungshaft gesetzt werden und da haben wir offensichtlich ein Vollzugsproblem in den Kantonen.»

Was das St.Galler Migrationsamt zum Fall sagt, siehst du im Video.

(red.)

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veröffentlicht: 27. Februar 2024 19:43
aktualisiert: 27. Februar 2024 19:43
Quelle: FM1Today

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