Anzeige
Skifahren ohne Zertifikat

Ostschweizer Skigebiete sind erleichtert über 3G-Verzicht

22. Oktober 2021, 07:26 Uhr
Der Bundesrat möchte zum Start der Wintersportsaison 2021/22 die Schweizer Skigebiete von der 3G-Pflicht ausnehmen. Das freut die Ostschweizer Skigebiete Pizol und Flumserberge. Aber auch die Vorarlberger Wintersportdestinationen versprechen sich etwas von der lockeren Regelung der Schweiz.
Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: tvo

Sollte sich die Corona-Situation nicht erheblich verschlechtern, wird es zum Start der Wintersaison in Schweizer Skigebieten vorerst keine Zertifikatspflicht geben. Dies kann sich während der Saison jedoch wieder ändern, betont der Bundesrat.

«Wir freuen uns auf Normalität»

Bei den Ostschweizern Bergbahnen atmet man trotzdem auf. «Die Erleichterung ist gross. Wir freuen uns, dass wir in eine gewisse Normalität zurückgehen können. Zwar mit Maskenpflicht in der Gondel, aber der Gast wird sich trotzdem wunderbar am Berg bewegen können», sagt Klaus Nussbaumer, CEO der Pizolbahnen gegenüber TVO.

Auch die Flumserberge begrüssen den Entscheid des Bundesrates. Die Sicherheit in den Skigebieten könne auch ohne 3G sichergestellt werden.

Vorarlberger Skigebiete mässig begeistert

Dass die Schweizer Skigebietbetreiber die Gäste ohne 3G auf die Piste lassen können, wird von den Vorarlberger Tourismusverantwortlichen genau beobachtet. Hier ist 3G nämlich schon beschlossene Sache, mit der Option auf 2G, also nur Geimpfte und Genesene.

Die Schweizer Regelung ohne 3G kommt im Vorarlberg nur bedingt gut an. «Es ist natürlich bedauerlich für uns. Aber das ist eine staatliche Angelegenheit und wir müssen uns danach richten», sagt Markus Simma, Geschäftsführer der Bergbahnen Damüls-Mellau. Es werde bestimmt einzelne Leute geben, die dorthin gehen, wo sie sich mit den Corona-Bestimmungen leichter tun. «Aber ich denke, dass unsere Gäste nach wie vor zu uns kommen werden.»

«Kunden werden 3G suchen»

Andreas Grapp, Obmann der Vorarlberger Seilbahnen, glaubt sogar, dass die verschärfte Situation in Österreich einen positiven Effekt auf die Vorarlberger Skigebiete haben wird: «Sicherheit ist ein wichtiges Gut und wird bei vielen Geimpften festgemacht an den 3G-Regeln.» 3G sei der Standard der Zeit. Grapp glaubt deshalb, dass die Kunden 3G suchen werden.

Für die Planung der Wintersaison sei der Entscheid des Bundesrates auf jeden Fall wichtig. Wie der Effekt von der 3G-Entbindung auf die Gäste wirkt, wird sich noch zeigen.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 21. Oktober 2021 19:03
aktualisiert: 22. Oktober 2021 07:26