Romanshorn

Parkinson – «Ich bin die Gefangene meines Körpers»

28. März 2022, 19:23 Uhr
Ein Hirnschrittmacher hat das Leben von Anita Sauter vor acht Jahren stark verändert. Sie leidet an Parkinson. Doch die Krankheit lässt sich nicht aufhalten.
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Quelle: tvo

«Ich bin die Gefangene meines eigenen Körpers», sagt die 62-jährige Anita Sauter aus Romanshorn. Sauter. Sie lebt seit 18 Jahren mit der Krankheit Parkinson. Vor acht Jahren liess sie sich einen Hirnschrittmacher implantieren, der ihr Leben stark zum Besseren veränderte. «Ich habe meine Lebensqualität zu 99 Prozent zurückbekommen», sagte die damals 56-Jährige nach dem Eingriff zu TVO.

Durch regelmässige elektrische Impulse drosselt der Hirnschrittmacher die Überaktivität des Gehirns, die die Krankheit Parkinson verursacht. Sauter muss deshalb alle drei Monate zur Kontrolle ins Spital. Hirnschrittmacher können aber die Krankheit nicht heilen, sondern nur aufhalten. «Noch immer haben wir keine Therapie gegen Parkinson», sagt Stefan Hägele-Link, Leitender Arzt Neurologie am Kantonsspital St.Gallen.

Inzwischen ist die Krankheit bei der Romanshornerin, wie erwartet, weiter vorangeschritten. «Ich gehe nicht mehr gerne unter die Leute, weil der Körper macht, was er will. Zum Beispiel fängt er plötzlich an zu weinen und ich kann nichts dagegen tun.» Trotzdem lässt sich Sauter ihren Kampfgeist nicht nehmen, sie möchte sich nicht vollständig von der Krankheit beherrschen lassen, wie sie gegenüber TVO ausführte.

(red./tvo)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 28. März 2022 19:20
aktualisiert: 28. März 2022 19:23
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