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Politik fordert Klarheit zur Spitalfinanzierung

Raphael Rohner, 9. Februar 2018, 21:31 Uhr
Das Kantonsspital St.Gallen.
© Benjamin Manser / St.Galler Tagblatt
Die Spitäler im Kanton St.Gallen sollen für rund eine Milliarde Franken saniert werden. Jetzt werden Stimmen aus der FDP laut, dass dies gar nicht möglich sei. Am Ende müsse der Steuerzahler die Mehrkosten berappen. Die Regierung dementiert.

930 Millionen Franken wurden im Jahr 2014 vom Stimmvolk für die Sanierung der St.Galler Spitäler gutgeheissen. Seit diesem Beschluss wurden vom Bund gewisse Änderungen in der Tarifstruktur vorgenommen - was den Ertrag der Spitäler mindert.

Die FDP des Kantons St.Gallen wollte vom Kanton wissen, ob man die Kosten zur Sanierung der Spitäler unter Kontrolle habe: «Wie hoch die Kostenüberschreitungen bei den Spitälern St.Gallen und Altstätten ist, wurde uns nicht abschliessend erklärt», sagt Beat Tinner, FDP-Fraktionspräsident des Kantons St.Gallen. Ebenso sei festzustellen, dass sich der Trend nicht so entwickle, wie angenommen.

Sorgenkind sei das Spital Altstätten. Dort stehend die Umbau-Arbeiten wegen Einsprachen fest. Am Ende muss der Steuerzahler die Mehrkosten tragen, so Tinner.

Die St.Galler Gesundheitsdirektorin, Heidi Hanselmann relativiert den Vorwurf der FDP. Man sei beim Gesamtsanierungsprojekt auf Kurs: «Die neue Spitalfinanzierung greift. Die Spitäler spüren jedoch den schweizweiten Trend, dass sich immer mehr Patienten ambulant statt stationär behandeln lassen.»

 

Raphael Rohner
veröffentlicht: 9. Februar 2018 21:31
aktualisiert: 9. Februar 2018 21:31