Polizei fahndet öffentlich nach FCZ-Chaoten

Laurien Gschwend, 20. August 2019, 09:16 Uhr
Nach dem Fussballspiel zwischen dem FC St.Gallen und dem FC Zürich im Oktober 2018 sind fünf Polizisten verletzt worden. Fünf Männer werden nun öffentlich gesucht. Zuerst mit verpixelten, später mit unverpixelten Aufnahmen.

Sie attackierten Polizisten mit Steinen: Nach den Ausschreitungen vom Sonntag, 28. Oktober 2018, sucht die Kantonspolizei St.Gallen im Auftrag der Staatsanwaltschaft öffentlich nach fünf Chaoten. «In einer Woche werden die Bilder verpixelt, in zwei Wochen unverpixelt veröffentlicht», kündigt die Kapo St.Gallen an.

Fünf Verletzte und 100'000 Franken Sachschaden

Zu den Krawallen war es am besagten Sonntagabend um 18.30 Uhr am Bahnhof Winkeln in der Nähe des St.Galler Stadions Kybunpark gekommen. Rund 30 bis 40 vermummte Anhänger des FC Zürich, die in den Extrazug Richtung Zürich hätten einsteigen sollen, bewarfen den Ordnungsdienst der Stadtpolizei St.Gallen mit Schottersteinen aus dem Gleisbeet, Handlichtfackeln und Knallkörpern. Dabei wurden fünf Polizisten verletzt. «Sie trugen Prellungen und einen Bänderriss davon», sagt Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen.

Es entstand Sachschaden – unter anderem an Fahrzeugen und Gebäuden – von insgesamt über 100'000 Franken. Der Extrazug war nach den Auseinandersetzungen nicht mehr fahrtüchtig. Der Bahnbetrieb zwischen Gossau und St.Gallen musste während zwei Stunden unterbrochen werden.

Chaoten und Zeugen sollen sich melden

Den fünf Gesuchten werden unter anderem Landfriedensbruch, einfache Körperverletzung, Sachbeschädigung, Gewalt und Drohung gegen Beamte sowie Störung von Betrieben, die der Allgemeinheit dienen, vorgeworfen. Sie haben nun die Möglichkeit, sich innert Wochenfrist bei der Kantonspolizei St.Gallen zu melden. Personen, die Hinweise zu den Gesuchten machen können, werden ebenfalls gebeten, mit der Polizei Kontakt aufzunehmen.

Am nächsten Dienstag werden die verpixelten Bilder veröffentlicht. Sind die Männer bis dahin nicht identifiziert, folgen eine Woche später, wiederum am Dienstag, die unverpixelten Bilder.

Laurien Gschwend
Quelle: Kapo SG/red.
veröffentlicht: 20. August 2019 09:00
aktualisiert: 20. August 2019 09:16