St.Gallen

Private Ersatzfestivals: 29 Lärmklagen über das OASG-Wochenende

Laurien Gschwend, 28. Juni 2020, 13:35 Uhr
Manche feierten am Wochenende ihr eigenes OASG. (Archivbild)
© St.Galler Tagblatt/Michel Canonica
Das OpenAir St.Gallen wurde coronabedingt abgesagt, trotzdem feierten einige in der Stadt eine Privatparty. Die Stadtpolizei hat es aktuell mit einer Verdoppelung der Lärmklagen im Vergleich zum Vorjahr zu tun.

Wo sonst bis zu 30'000 Leute gemeinsam zu Musik tanzen und zelten, war dieses Jahr für einmal tote Hose. Das OpenAir St.Gallen musste wegen des Coronavirus zum ersten Mal in seiner Geschichte abgesagt werden. Das naturgeschützte Sittertobel blieb leer, obwohl einige Leute auf Social Media angekündigt hatten, auf dem OASG-Gelände ihr eigenes Festival zu feiern.

Regelmässige Kontrollen

«Es gab über das ganze Wochenende keine Leute, die ins Sittertobel gegangen sind, um Party zu machen oder zu campieren», sagt Dionys Widmer, Mediensprecher der Stadtpolizei St.Gallen, am Sonntagmittag auf Anfrage von FM1Today. Die Polizei habe regelmässige Kontrollen durchgeführt, um allfällige Camper auf das Verbot aufmerksam zu machen, aber kein einziges Mal einschreiten müssen.

Neun Uneinsichtige gebüsst

Lauter ging es in der Innenstadt her. Über das Wochenende erreichten die Stapo 29 Lärmklagen (alleine in der Nacht auf Samstag waren es 17 gewesen). «Wir verteilten neun Bussen an Uneinsichtige, die private Partys bei sich zu Hause und auf einem Steg auf Drei Weieren veranstaltet hatten», sagt Widmer.

Mehr Lärmklagen während Lockdown

29 Lärmklagen seien «eher viele». «In den letzten zwei bis drei Monaten hatten wir es, verglichen mit dem Vorjahr, mit fast doppelt so vielen Lärmklagen zu tun.» Der Polizeisprecher erklärt diese Zunahme mit dem Lockdown: «Es waren mehr Leute zu Hause, die Lärm verursachen konnten, aber auch solche, die sich daran störten.»

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 28. Juni 2020 11:54
aktualisiert: 28. Juni 2020 13:35