St.Gallen

Quarantäne ganzer Klassen ist eine Ausnahme

29. Juni 2020, 19:09 Uhr
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Quelle: tvo

Drei St.Galler Schulklassen wurden unter Quarantäne gestellt, nachdem der Zivildienstleistende der Schule positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Wäre ein Kind positiv getestet worden, wäre das nur halb so schlimm gewesen.

60 Personen des Schulhauses Riethüsli in St.Gallen stehen derzeit unter Quarantäne. Grund ist ein positives Testergebnis eines Zivildienstleistenden der Schule (FM1Today berichtete). Dass so viele Kinder gleichzeitig unter Quarantäne gestellt werden, ist selten.

«Grundsätzlich haben Kinder einen viel milderen Krankheitsverlauf», sagt die St.Galler Kantonsärztin Danuta Reinholz. Es sei nicht besonders schlimm, wenn sich Kinder anstecken würden, da sie das Virus nicht gleich stark verbreiten wie Erwachsene. «Kinder unter 12 Jahren werden deshalb nur in Ausnahmefällen auf das Virus getestet.» Wenn ein Kind sich mit dem Virus infiziert, müssen nicht direkt mehrere Klassen unter Quarantäne gestellt werden. «Es reicht, wenn sich das Kind zuhause auskuriert», so Reinholz.

Im Fall des Riethüsli war die infizierte Person aber erwachsen. «Das Virus wird über Erwachsene viel eher übertragen.» Deshalb handelt es sich bei der grösseren Quarantäne von drei Schulklassen um einen Ausnahmefall.

(gbo)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 29. Juni 2020 16:46
aktualisiert: 29. Juni 2020 19:09