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Wil

Raketen und Vulkane für 1. August stecken in China fest

16. Juli 2021, 20:02 Uhr
Zwei Wochen vor dem Nationalfeiertag zeichnet sich ein Lieferengpass bei den Feuerwerkskörpern ab. Wegen Corona stecken viele Container mit Raketen und Vulkane noch in China fest.
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Quelle: tvo

Alain Stucki kauft und verkauft in 3. Generation Feuerwerkskörper im Familienunternehmen in Wil. Vor dem 1. August läuft sein Geschäft jeweils auf Hochtouren. Doch dieses Jahr steckt seine bestellte Ware, die er an die Schweizer Händler wiederverkauft, noch in chinesischen Häfen oder sogar noch in den Fabriken fest: «Die Container kommen nicht weg. Entweder hat die Fabrik keinen Container für den Versand ihrer Ware oder die bereits gefüllten Container finden keine Schiffe, welche sie mitnehmen nach Europa.» Der ganze Warenfluss stocke momentan also.

Zum einen liegt das an der Corona-Pandemie, weswegen die Häfen immer wieder schliessen müssen. Andererseits wirkt sich auch der Handelskrieg zwischen den USA und China auf die Lieferungen aus. Das Abwarten auf die Ware und die wachsende Unsicherheit zehren an den Nerven von Alain Stucki: «Wir geben alle unser Möglichstes, aber uns sind die Hände gebunden.»

Zwar hat Alain Stuck in seinem Lager in Niederhelfenschwil noch einige Reserven. Doch in anderen Jahren waren seine Regale zur gleichen Zeit deutlich besser gefüllt. Sorge bereitet ihm ausserdem bereits der Gedanke an Silvester. Denn sollte der 1. August gut laufen, könnte es für den Winter noch schwieriger werden, an neue Ware zu kommen.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 16. Juli 2021 19:18
aktualisiert: 16. Juli 2021 20:02