Rammbock-Opfer: «Mulmiges Gefühl bleibt»

Laurien Gschwend, 16. Februar 2018, 07:24 Uhr
Im Januar brachen zum zweiten Mal innerhalb drei Monaten Rammbock-Räuber in eine Oberuzwiler Bijouterie ein. Die Besitzerin hat Sicherheitsmassnahmen ergriffen - was bleibt, ist die Unsicherheit.
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«Der Kopf sagt, ich sei sicher, ein mulmiges Gefühl ist noch immer da», sagt Susanne Schär gegenüber TVO. «Ich muss immer damit rechnen, dass etwas passiert. Das ist schlimm.»

Zwei Rammbock-Raube innert Kürze

In der Bijouterie der 41-Jährigen wurden am 6. Januar Uhren und Schmuck im Wert von über 150'000 Franken gestohlen. Mit einem geklauten Auto als Rammbock verschafften sich die Diebe Zugang zum Gebäude an der Gerbestrasse in Oberuzwil. Bereits im September 2017 war es zu einem Rammbock-Raub gekommen - damals wurden über 100 Uhren entwendet.

Neun Poller gegen Wiederholungstat

Nun hat die Bijouterie Schär wieder geöffnet. Nur noch wenig erinnert an die beiden Einbrüche und das damit verbundene Chaos im Geschäft. In der Zwischenzeit hat die Besitzerin neun Poller anbringen lassen - auch auf Wunsch der Versicherung. «Das macht viel aus», meint Schär. Sie habe viele positive Reaktionen auf die Massnahme erhalten. Ihre Kundinnen und Kunden hätten sie mit Glücksbringern und Blumen überrascht.

Die Rammbock-Räuber sind noch nicht gefasst, wie es auf Anfrage bei der St.Galler Staatsanwaltschaft heisst. Ob die Taten von den gleichen Tätern begangen wurden oder ob es sich um Nachahmungstäter handelt, ist nicht bekannt. Die Vorgehensweisen gleichen sich deutlich.

Laurien Gschwend
Quelle: red.
veröffentlicht: 16. Februar 2018 06:54
aktualisiert: 16. Februar 2018 07:24