Ständeratswahlen

Rechsteiner und Würth mit guten Chancen für Wiederwahl

11. November 2019, 07:32 Uhr
Paul Rechsteiner und Beni Würth dürften die Wahl wieder schaffen.
© Keystone
Die beiden St. Galler Ständeräte Benedikt Würth (CVP) und Paul Rechsteiner (SP) haben im ersten Wahlgang mit grossem Abstand am meisten Stimmen erzielt. Die SVP greift Rechsteiner am 17. November erneut mit Roland Rino Büchel an. Trotzdem dürften die Bisherigen im Amt bleiben.

501 Stimmen fehlten dem St. Galler CVP-Regierungsrat Benedikt Würth am 20. Oktober im ersten Wahlgang zum absoluten Mehr. Mit 70'594 Stimmen lag der Nachfolger von Karin Keller-Sutter (FDP) rund 6500 Stimmen vor Paul Rechsteiner von der SP, der seit 2011 dem Ständerat angehört. Der frühere Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds erreichte 64'077 Stimmen.

Bis zum dritten Platz klafft ein Loch von über 18'000 Stimmen: SVP-Nationalrat Roland Rino Büchel erzielte 45'941 Stimmen. Der FDP-Nationalrat und Unternehmer Marcel Dobler, der mit 30'755 Stimmen auf dem vierten Platz lag, hat sich zugunsten des SVP-Kandidaten zurückgezogen. FDP und SVP wollen eine rein bürgerliche Vertretung nach Bern schicken.

Diese Konstellation ist seit 2011 Geschichte. SP-Kandidat Paul Rechsteiner eroberte den Sitz von der CVP. Auch SVP-Schwergewicht Toni Brunner konnten nichts daran ändern.

2019 ist bereits der sechste Anlauf der SVP, im Kanton St. Gallen einen Sitz im Ständerat zu erobern. Auch Roland Rino Büchel wird es im zweiten Wahlgang schwer haben, den einstigen Gewerkschaftspräsidenten zu verdrängen. Benedikt Würth dürfte die Wahl sicher schaffen.

Die Kandidaten von Grünen und GLP, die je einen Sitz im Nationalrat zurückeroberten, sowie die BDP treten nicht mehr zum zweiten Wahlgang an.

Quelle: sda
veröffentlicht: 11. November 2019 07:32
aktualisiert: 11. November 2019 07:32