Rheintaler stöhnen wegen Sex-Wald

Leila Akbarzada, 4. Mai 2017, 07:48 Uhr
Im Kriessner Wäldli hinterlassen Liebende offenbar des Öfteren ihre Utensilien, die sie für ein Schäferstündchen gebraucht hatten. Das ärgert viele Spaziergänger, die nun auf Facebook ihrem Ärger Luft machen. Viel dagegen tun kann man nicht.

«Was für eine Sauerei im Kriessner Wäldli nach nur zwei sonnigen Tagen hinterlassen wurde, ist einfach unter aller Sau! Ihr seid alt genug, um Sex zu haben, dann seid ihr auch alt genug, um eure Hinterlassenschaften mitzunehmen», schreibt eine wütende Facebook-Userin in der Gruppe DIE GEMEINSCHAFT - Oberrheintal (CH) und postet gleich noch Bilder dazu. Diese zeigen benutzte Kondome und Taschentücher im Kriessner Wald verteilt. Viele Kommentare folgen darauf. Offenbar ist das Kriessner Wäldli in der Nähe der A13 bekannt dafür, dass dort immer wieder die Hüllen fallen. Das Waldstück wird offenbar auch «Schwulenwäldli» genannt. Viele User stört nicht das, sondern der Abfall, der liegenbleibt, das sehen viele als Problem.

Menschen spüren den Frühling

Richtig eklig sei es für die Spaziergänger, die tagsüber durch den Wald gehen. «Uns ist bekannt, dass auf solchen Raststätten vielfach nächtliche Aktivitäten stattfinden», sagt Florian Schneider von der Kantonspolizei St.Gallen. «Es ist allerdings keine Thematik, die uns weiter beschäftigt.» Man mache sporadisch Kontrollen, vor allem jetzt wo der Frühling beginnt. Denn in den warmen Frühlingszeiten ist diese Art von «Problem» eher ein Thema.

Kontrollen auf Rastplätzen

Doch viel tun kann die Polizei nicht. «Grundsätzlich darf man sich dort aufhalten, es ist nicht verboten. Natürlich fehlt uns das Verständnis für dieses Verhalten, denn es gibt genug Abfalleimer beim Wald», so Schneider. Solange sich niemand direkt gestört fühle, könne die Polizei nichts machen. «Erst wenn jemand eine Anzeige beispielsweise wegen Belästigung bei uns einreicht, könnten wir rechtliche Massnahmen ergreifen.» Im Rahmen der Patrouille werden diese Rastplätze regelmässig abgefahren und die Leute vor Ort kontrolliert.

Leila Akbarzada
Quelle: red
veröffentlicht: 4. Mai 2017 07:48
aktualisiert: 4. Mai 2017 07:48