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Rückschlag für das Heidi Alperlebnis

Lara Abderhalden, 11. Juni 2018, 06:32 Uhr
Erste Skizzen der Firma Steiner Sarnen vom geplanten Alperlebnis.
© Steiner Sarnen Schweiz AG
Die Alpkorporation Mols möchte kein Heidi Alperlerbnis Flumserberg - zumindest nicht so, wie es die Vorlage vorgeschlagen hat. Wegen 19 Nein-Stimmen scheiterte das Projekt vor dem Volk.

Zurück lässt das allerdings keinen Scherbenhaufen. Zwar sei das Ergebnis gemäss Markus Hug, Präsident der Alpkorporation, nichts zufriedenstellend. Dennoch werde es nicht begraben, sagt er im Sarganserländer. Dass ein Interesse an der Erlebniswelt bestehe, zeige die hohe Stimmbeteiligung von über 90 Prozent.

Am Schluss waren es 54 Ja und 73 Nein Stimmen. Es sei positiv, dass sich so viele Bürger beteiligt hätten, so Hug. Die Komplexität des Projekts sowie das hohe finanzielle Risiko hätten schliesslich den Ausschlag gegeben.

Das Projekt will nämlich, dass die Alpkorporation Teil einer neuen Aktiengesellschaft wird und das Projekt wesentlich mitfinanziert. Die Bürger seien mit der Idee der Erlebniswelt grundsätzlich einverstanden, sagt Oliver Gröbler vom Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons St.Gallen. Es müsse aber eine andere Risikobetrachtung vorgenommen werden. Deshalb werde der Verwaltungsrat in den nächsten Wochen das Resultat analysieren und weitere Optionen prüfen. Möglich wäre eine andere FInanzierung wie beispielsweise einen grösseren Anteil an Fremdfinanzierungen.

Bis spätestens nächsten Frühling sollen neue Lösungen parat sein. Bis dahin möchte man das Baubewilligungsverfahren vorantreiben. Auf den Flumserbergen soll für 100 Millionen Franken eine Heidi-Erlebniswelt, ein Hotel und eine Parkgarage entstehen.

Lara Abderhalden
Quelle: abl
veröffentlicht: 11. Juni 2018 06:32
aktualisiert: 11. Juni 2018 06:32