St.Gallen

Schläger bedroht St.Galler Polizist mit dem Tod

21. Dezember 2019, 14:59 Uhr
Der 36-Jährige, der in St.Gallen einen Polizisten beschimpft hatte, wurde verhaftet (Symboldbild).
© Stapo SG/Symbolbild
Er wollte eigentlich nur schlichten: Bei einer Schlägerei in der St.Galler Innenstadt schritt am Freitagabend ein Polizist ein. Ein 36-jähriger Mann bedrohte ihn danach und betitelte ihn mit Schimpfwörtern. Der Mann wurde verhaftet, er war betrunken.

Wo viel Glühwein und Bier ausgeschenkt wird, kann es schnell einmal einen Streit geben, der von Betrunkenen angezettelt wird. So auch am Freitagabend gegen 8 Uhr im Bereich des St.Galler Marktplatzes, wo derzeit am Weihnachtsmarkt diverse Stände Glühwein ausschenken. «Ein privat anwesender Polizist beobachtete eine Schlägerei und schritt ein, um zu schlichten», sagt Dionys Widmer, Sprecher der Stadtpolizei. Als er sich als Polizist auswies, wurde er durch einen beteiligten Mann mit dem Tod bedroht. «Ausserdem beschimpfte er den Polizisten aufs heftigste.»

Der Betrunkene wollte flüchten

Kurz darauf trafen die Polizei-Patrouillen ein, der Mann versuchte zu flüchten. Dabei stiess er mit einem Passanten zusammen und stürzte zu Boden. Beim Zusammenprall verletzte sich der Mann leicht im Gesicht. Der Passant wurde nicht verletzt, heisst es in der Medienmitteilung der Stadtpolizei.

Nach dem Zusammenstoss konnte der Mann arretiert und auf den Polizeiposten gebracht werden. Dabei beschimpfte er die Einsatzkräfte mit diversen Schimpfwörtern. «Auf dem Polizeiposten randalierte er und trat mehrmals mit den Füssen gegen einen Polizisten.» Verletzt wurde dabei niemand.

Ein Atemlufttest ergab, dass der 36-Jährige ziemlich betrunken war, er hatte einen Wert von 0.83 mg/l. beziehungsweise 1,6 Promille. «Leider kommt es immer wieder vor, dass Gewalt gegen Polizisten ausgeübt wird. Das tolerieren wir nicht», sagt Widmer. Der 36-Jährige wurde angezeigt.

Ansonsten friedlicher Weihnachtsmarkt

Zur Schlägerei kam es gemäss ersten Erkenntnissen, weil zwei Personen zusammengestossen waren. Da es sich bei der Auseinandersetzung um ein Antragsdelikt handelt, wurden die Beteiligten auf die Möglichkeit einer Anzeigeerstattung aufmerksam gemacht, heisst es in der Medienmitteilung.

«Bis jetzt ist der Weihnachtsmarkt aber sehr friedlich verlaufen, ein so massiver Vorfall hat es bis anhin nicht gegeben», sagt Widmer. Die Polizei ist während des Weihnachtsmarkts mit Patrouillen präsent. «Aber es braucht kein Spezialaufgebot, wie zum Beispiel während den Herbst- oder Frühlingsmärkten.»

(red./staposg)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 21. Dezember 2019 08:58
aktualisiert: 21. Dezember 2019 14:59