Schlecht im Bett: Mann ruft St.Galler Polizei

Stefanie Rohner, 1. Februar 2019, 20:16 Uhr
Die Notrufzentrale wird öfter wegen Nichtigkeiten angerufen, als man denkt.
Die Notrufzentrale wird öfter wegen Nichtigkeiten angerufen, als man denkt.
© Tagblatt/Ralph Ribi
In den USA hat ein kleiner Bub die Polizei gerufen, weil er seine Mathe-Hausaufgaben nicht lösen konnte. In der Ostschweiz gibt es weitaus seltsamere Anrufe bei der Notrufzentrale.

Rettungskräfte kommen im Ernstfall zum Einsatz. Doch oft kriegen es Polizei und Rettungsdienst auch mit seltsamen «Notrufen» zu tun. So hat die Kantonspolizei St.Gallen direkt Verständnis für den Bub in den USA.

«Ich denke, wir würden auch helfen, wenn wir gerade Zeit haben. Allerdings hatten wir auch mal einen Anruf, bei dem sich ein Bub beklagt hat, er wolle die Hausaufgaben nicht machen und wir sollten kommen, um das den Eltern zu erklären. Da sind wir dann nicht ausgerückt», sagt Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen.

Feuerwehr war zu laut

Er hat Kenntnis von weitaus absurderen Anrufen als diesem. «Eine Frau hat um 4.15 Uhr morgens bei der Polizei angerufen und sich wegen Lärms durch die Feuerwehr beschwert. Sie sagte, sie könne nicht schlafen. Der ‹Witz› an der Geschichte: Das Haus ihres Nachbarn hat in der Nacht gebrannt, das schien ihr aber egal zu sein», sagt Schneider. So absurd diese Geschichte klingt, es kommt noch besser.

«Jetzt kommt der Gipfel: Ein Mann rief den Notruf, um zu melden, dass seine Frau schlecht im Bett sei. Was man darauf antwortet, weiss ich nicht. Wahrscheinlich lacht man und teilt dem Anrufer mit, dass man dafür nicht zuständig sei», sagt Schneider.

Zu schnell geläutet

Ehefrauen, die schlecht im Bett sind, Hausaufgaben, die man nicht machen will und die lärmige Feuerwehr. Die Liste an solchen Anrufen scheint länger, als man vielleicht erwartet. Auch die Kirche war mal ein Thema. «Um Mitternacht hat ein Mann bei uns angerufen, um uns zu sagen, dass die Kirchenglocken viel zu schnell läuten. Er wollte, dass wir dieses Problem lösen.»

Die falsche Nummer gewählt

Solche Anrufe sollten natürlich nicht zur Gewohnheit werden. Denn auch im Aufgabenbereich der Polizei gibt es Grenzen. Es kann allerdings mal passieren, dass man sich verwählt.

«Wir haben oft Anrufe beim Feuerwehrnotruf 118, obwohl die Leute die Auskunft wollten. Diese Nummern wären 1818 oder 1811. Wir geben dann die richtige Nummer durch, es kam aber auch schon vor, dass wir denselben Anrufer zwei- bis dreimal in der Leitung hatten», sagt Schneider.

Also liebe Leute: Wählt doch bitte nur im Notfall die Nummer 117. Denn in der Notrufzentrale gibt es bestimmt einiges zu tun: Nämlich echte Notfälle entgegenzunehmen und die Einsätze zu koordinieren.

Stefanie Rohner
Quelle: str/hö
veröffentlicht: 1. Februar 2019 17:01
aktualisiert: 1. Februar 2019 20:16