St.Gallen

Schweizer Kultschuh Kandahar wird neu im Rheintal produziert

29. November 2022, 16:36 Uhr
Der Schweizer Après-Ski Schuh Kandahar wird nach einem Jahr Pause wieder produziert. Die Marke bleibt nach schweren Jahren dank neuer Besitzer der Schweiz erhalten.
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Die Kandahar Schuh AG produziert nach einem Jahr Pause wieder Schuhe. Zwar nur eine alte Kollektion, diese war dank der treuen Kundschaft aber nach wenigen Tagen schon wieder zu 80 Prozent ausverkauft.

Ging der Schweiz fast verloren 

«Die Familie Von Allmen, welcher die Kandahar Schuh AG bisher gehörte, stand mit dem Rücken zur Wand», sagt Claudio Minder, Kommunikationsverantwortlicher der Kandahar Schuh AG. Ein asiatischer Käufer sei kurz davor gewesen, die Schuhfabrik in Thun aufzukaufen, da die Besitzer aus verschiedenen Gründen den Betrieb nicht mehr weiterführen konnten.

Damit die Kultmarke weiterhin schweizerisch bleibt, übernahm die Unternehmerfamilie Müller aus Sennwald die Kandahar AG kurzerhand. «Die Wertschätzung des Produktionsstandortes Schweiz hatte für unsere Familie immer einen sehr hohen Stellenwert», sagt Manuel von Allmen, Enkel des Gründers und vormaliger Geschäftsführer.

Produziert im Rheintal 

Mit den Besitzern wechselt auch der Produktionsstandort. Ein Teil der Produktion habe von Thun nach Sennwald in die Produktionsanlage von Kybun transportiert werden müssen, vieles aber auch neu gekauft werden, sagt Claudio Minder. Dies sei auch der Grund, weswegen keine neue Kollektion veröffentlicht wurde. «Es wurde erst mal getestet, ob alles funktioniert und das anhand von alten Mustern.»

Die Pläne für die Zukunft sind einfach. «Nachdem wir den ganzen Produktionsablauf gelernt haben, möchten wir nun die Kollektionen erweitern und vorantreiben», so Minder. Auch möchte man neue Partner gewinnen, damit die Marke Kandahar weiterhin existieren kann.

Testkollektion schon fast ausverkauft

Die neue Kollektion, welche schon an die Fachhändler verkauft worden sei, sei bei diesen sofort zu 80 Prozent ausverkauft gewesen. «Dass die Kollektion so schnell vergriffen ist, hätten wir nie für möglich gehalten», sagt der geschäftsführende Inhaber Karl Müller IV. Sie seien sehr froh über diesen Erfolg.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 29. November 2022 18:36
aktualisiert: 29. November 2022 18:36