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Spesenaffäre: HSG reicht Strafanzeige ein

René Rödiger, 17. Januar 2019, 10:58 Uhr
In der Spesenaffäre an der Universität St.Gallen wurde der Rechtsprofessor Peter Sester angezeigt. Der Deutsche wird zudem mit sofortiger Wirkung freigestellt.
Die HSG hat einen Rechtsprofessor angezeigt.
© Mareycke Frehner/St.Galler Tagblatt

Im Zusammenhang mit dem im Frühling 2018 aufgedeckten Spesenfall (FM1Today berichtete) hat die Universität St.Gallen (HSG) Strafanzeige gegen Peter Sester eingereicht. Das Disziplinarverfahren wird für diese Zeit sistiert und der Rechtsprofessor mit sofortiger Wirkung von sämtlichen Aufgaben an der HSG entbunden. Darüber informierte die Uni St.Gallen an einer Medienkonferenz.

Der St.Galler Regierungspräsident Stefan Kölliker (SVP) hatte im letzten November informiert, dass Spesen von 100'000 bis 120'000 Franken mutmasslich widerrechtlich bezogen worden seien. Die Disziplinarverfahren gegen die beiden anderen Dozenten laufen noch, das Ziel sei, «diese zügig abschliessen zu können».

Als Reaktion auf den Spesenskandal wurden in den vergangenen Monaten mehrere Massnahmen eingeleitet, um die Schwachstellen zu beheben. Neu gelte das Vieraugenprinzip, «wobei die zweite visierungsberechtigte Person vom Spesenbezüger unabhängig sein muss».

René Rödiger
Quelle: red.
veröffentlicht: 17. Januar 2019 09:55
aktualisiert: 17. Januar 2019 10:58