St.Gallen legt zwei Asylzentren still

René Rödiger, 5. Juli 2017, 14:24 Uhr
Blick in das Wohnfoyer Wil.
Blick in das Wohnfoyer Wil.
© Urs Bucher/St.Galler Tagblatt Archiv
Immer weniger Asylsuchende erreichen die Schweiz. Deshalb sind die kantonalen Asylbewerberzentren nicht mehr ausgelastet. St.Gallen schliesst nun die Zentren in Wil und im Neckertal.

Im laufenden Jahr geht das Staatssekretariat für Migration noch von rund 24'500 Asylgesuchen in der Schweiz aus. Das sind fast 3000 weniger als im Vorjahr und 15'000 weniger als noch 2015. Der Kanton St.Gallen muss rund sechs Prozent der Asylsuchenden aufnehmen, das sind rund 120 Neueintritte bei 2000 Personen pro Monat.

Im November werden deshalb die mittlerweile kleinsten Einrichtungen geschlossen: Das Wohnfoyer Kreuzackerstrasse in Wil und das Zentrum für Asylsuchende Neckermühle im Neckertal. Zusammen fallen so 130 Betten weg.  Bereits seit März wurden alle befristeten Unterkünfte (Zivilschutzanlagen) und das Asylbewerberzentrum Bommerstein in Mols stillgelegt.

Von der Stilllegung der beiden Zentren in Wil und im Neckertal sind rund 22 Mitarbeitende betroffen. Für sie wurde ein Rahmenmassnahmenpaket erarbeitet.

René Rödiger
Quelle: red.
veröffentlicht: 5. Juli 2017 14:24
aktualisiert: 5. Juli 2017 14:24