St.Gallen prüft «Schlupfhuus»-Nachfolge

René Rödiger, 4. Juli 2019, 14:11 Uhr
Das «Schlupfhuus» schliesst im März 2020.
© Tagblatt/Hanspeter Schiess
Wie bereits angekündigt, wird für die St.Galler Notunterkunft für Kinder und Jugendliche, das «Schlupfhuus», ein Nachfolgeprojekt gesucht. Drei Vorschläge sind noch im Rennen.

Die Ankündigung der Schlupfhuus-Schliessung hat verschiedene, teilweise noch nicht beantwortete Vorstösse im Kantons- und Stadtparlament ausgelöst. Die Institution mit acht Plätzen, die es seit 18 Jahren gibt, wird auf März 2020 geschlossen.

Der Kanton hat schon länger angekündigt, dass es dafür Ersatz geben soll. Der entsprechende Prozess sei gestartet worden, teilte das Departement des Innern am Donnerstag mit.

In einer ersten Phase habe es Gespräche mit verschiedenen potentiellen Trägerschaften gegeben. Danach hätten die Organisationen konkrete Projektskizzen nach den Vorgaben des Kantons eingereicht. Es handle sich dabei um Institutionen, «die bereits stationäre oder ähnliche Angebote im Sozialbereich anbieten und Niederlassungen im Kanton St.Gallen aufweisen», heisst es in der Mitteilung.

Aufgrund der bisherigen Erfahren sei es sinnvoll, wenn die neuen Notplätze Teil einer grösseren stationären Einrichtung seien. Damit könnten fachliche und betriebliche Synergien genutzt werden. Das Amt für Soziales überprüft nun die Projektskizzen für ein Angebot «mit vier bis sechs Plätzen» mit Start im April 2020. Mit einer der Trägerschaft wird danach ein Bewilligungsverfahren beginnen.

René Rödiger
Quelle: SDA
veröffentlicht: 4. Juli 2019 14:11
aktualisiert: 4. Juli 2019 14:11