St.Gallen verzichtet auf Steuererhöhung

René Rödiger, 28. September 2017, 11:38 Uhr
Der Kanton St.Gallen muss weiterhin sparsam sein.
Der Kanton St.Gallen muss weiterhin sparsam sein.
© Keystone
Der Kanton St.Gallen präsentiert ein ausgeglichenes Budget für 2018. Der Steuerfuss bleibt unverändert bei 115 Prozent. Erstmals seit zehn Jahren gibt es keinen Bezug aus dem Eigenkapital.

«Der Budgetprozess war anspruchsvoll», schreibt die Regierung. So müssten die Vorgaben des Kantonsrates eingehalten und ein maximales Wachstum beim Personalaufwand von 0,4 Prozent werden.

Gegenüber dem Budget 2017 nimmt der Aufwand um rund 75,7 Millionen Franken oder 2 Prozent zu. Der Ertrag sind um rund 177,2 Millionen Franken oder 3,4 Prozent. Der Personalaufwand nimmt um 1,9 Millionen Franken ab. Die Gründe: Sinkende Kosten im Asylwesen und die Vorgaben des Kantonsrates zu den Ausgaben für das Sockelpersonal.

Das Rechnungsergebnis 2017 fällt voraussichtlich um gut 58 Millionen Franken besser aus als budgetiert. Hauptgrund ist eine höhere Ausschüttung der Nationalbank.

Dank des Ertragsüberschusses steigt das freie Eigenkapital bis Ende 2018 voraussichtlich auf rund 757 Millionen Franken. Das besondere Eigenkapital wird weiterhin rund 264 Millionen Franken betragen.

Im Vergleich zum Vorjahr nehmen die Investitionen um rund 396 Millionen Franken ab. Die deutliche Abnahme kommt aus der Übertragung der Spitalimmobilien im Jahr 2017.

René Rödiger
Quelle: red.
veröffentlicht: 28. September 2017 11:38
aktualisiert: 28. September 2017 11:38