App HelpArranger

St.Galler wollen Helfer und Bedürftige verbinden – doch bislang fehlen die Nutzer

4. Februar 2021, 07:55 Uhr
Eine St.Galler Firma hat eine App entwickelt, die Menschen helfen soll, sich während der Coronakrise zu arrangieren. So kann beispielsweise schnell ein Babysitter oder jemand für die Besorgung der Einkäufe gefunden werden.

«Wir haben ein einfaches Tool entwickelt, das Menschen helfen soll, sich zu organisieren», sagt Manuel Herzog. Er ist Marketingchef der App Arranger AG in St.Gallen. Die Firma lancierte vergangenen Sommer die App «HelpArranger» – in der Menschen, die Hilfe brauchen, eben diese Hilfe finden können.

Keine öffentlichen Nachrichten nötig

«Braucht jemand beispielsweise einen Babysitter, kann die Person das in der App erfassen und es erscheinen dann Personen, die im Umkreis diese Hilfe anbieten.» Die Entwickler wollten mit der App eine Möglichkeit bieten, schnell und einfach Hilfe zu finden und die Privatsphäre zu schützen. «Auf Social Media ist alles immer gleich öffentlich zugänglich für alle – in der App können Hilfesuchende Hilfeleistende direkt über einen integrierten Nachrichtendienst in der App anschreiben», erklärt Herzog.

Für ältere Personen schwierig

Obwohl es im Frühling vor einem Jahr viele Personen gab, die Hilfe suchten, wurde die App nicht wie gewünscht gebraucht. «Wir haben in allen Schweizer Regionen Menschen, die die App heruntergeladen haben – damit sie wunschgemäss funktioniert, braucht es aber deutlich mehr Registrierungen.» Eine Schwierigkeit sei bestimmt, dass während des ersten Lockdowns vor allem ältere Leute Hilfe benötigten und die App eine technische Hürde für sie dargestellt habe. Hierfür gebe es aber die Möglichkeit, dass beispielsweise der Enkel für die Grossmutter über die App Hilfe organisiert.

Einander nicht nur in Krisenzeiten helfen

Die St.Galler Start-up will mit der App kein Geld machen, denn die App ist für das Unternehmen ein Non-Profit-Projekt. «Sie ist komplett gratis und wird auch gratis bleiben.» Durch gezieltes Anfragen sozialer Institutionen und Medien versuche man jetzt, mehr User zu gewinnen – damit jeder die Hilfe findet, die er gerade benötigt. «Wir denken, dass die Menschen auch nach Corona weiterhin ab und zu Hilfe brauchen können. Und es ist wichtig, dass sich Menschen nicht nur in Krisenzeiten solidarisch und hilfsbereit zeigen.»

(abl)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 6. Februar 2021 16:13
aktualisiert: 6. Februar 2021 16:13
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