Anzeige
Pilotprojekt

Stadt St.Gallen testet neue Verkehrssensoren

7. Oktober 2021, 19:15 Uhr
Hightech-Sensoren sollen die Verkehrssituation in der Stadt St.Gallen verbessern. Dies soll mit Induktionsdetektoren erreicht werden, welche beispielsweise vor Ampeln im Boden angebracht sind.
Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: tvo

Die Verkehrssensoren messen Informationen wie beispielsweise das Tempo oder die Anzahl an Autos. Dies sei der Eintritt in eine smarte Welt, sagt Thomas Langer, Geschäftsleiter des Softwareentwicklers LTS: «Man kann mit den Sensoren viele Informationen generieren und verarbeiten und anschliessend damit arbeiten.»

Ein ähnliches System gibt es in der Stadt St.Gallen bereits. Die neuen Sensoren sollen aber umweltfreundlicher sein. Deshalb funktionieren diese mit Solarenergie statt Strom. Diese Sensoren werden in einem Pilotprojekt am Bahnhof St.Gallen getestet. Sollten diese sich bewähren, werden sie im gesamten Verkehr zum Einsatz kommen, um den Stau in den Innenstadt zu minimieren.

Dieses Pilotprojekt würde sich im Hinblick auf die bisherige Technologie auch finanziell auszahlen. «Wir hoffen, dass wir langfristige Einsparungen machen können. Denn wenn eine Induktionsschlaufe bei einer Lichtsignalanlage verschoben werden muss, kostet dies 2000 Franken», sagt Christian Hasler, Bereichsleiter Verkehr bei der Stadt St.Gallen. Bei einem Sensor würden die Kosten bei 1500 Franken liegen. Im Hinblick auf das gesamte Verkehrsnetz der Stadt würde dies Einsparungen von rund 1,5 Millionen Franken bedeuten.

Neben dem finanziellen Aspekt ist die neue Technologie auch flexibler. «Der Vorteil im Vergleich zu der bisherigen Lösung liegt darin, dass der Sensor auf der Strasse installiert wird. Wenn einer dieser Sensoren ersetzt werden müsste, wäre das innert kürzester Zeit passiert», sagt Emanuell Tomes, Technischer Leiter bei der LTS. 

Die Sensoren sammeln eine grosse Menge an Daten. Dieses Risiko ist Thomas Langer bewusst: «Wir wenden eine Verschlüsselungstechnik an, welche militärischen Standards entspricht. Die Datenübermittlung ist also sehr sicher.»

Die Testphase dauert zehn Jahre. In dieser Zeit wird kontrolliert, ob das neue System jedem Wetter standhält und zuverlässig funktioniert.

(red.)

Quelle: TVO
veröffentlicht: 7. Oktober 2021 19:59
aktualisiert: 7. Oktober 2021 19:15