Anzeige
Kantonsspital St.Gallen

Strafuntersuchung nach Todesfall zweier Spital-Lernenden

1. Dezember 2021, 06:25 Uhr
Der Tod zweier angehender Fachfrauen Gesundheit des Kantonsspitals St.Gallen wird von der Staatsanwaltschaft St.Gallen untersucht. So soll abgeklärt werden, ob ein Zusammenhang mit der Corona-Impfung besteht.
Die beiden jungen Frauen arbeiteten im Kantonsspital St.Gallen.
© Benjamin Manser / St.Galler Tagblatt

Wie «Medinside» berichtet, hat die Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen eine Untersuchung zum plötzlichen Tod zweier 17-jähriger angehenden Fachfrauen Gesundheit am Kantonsspital angeordnet.

Die Angehörigen der Verstorbenen reagierten entsetzt, als einige impfkritischen Personen hier einen Zusammenhang mit der Covid-19-Impfung, welche beide jungen Frauen zuvor erhalten hatten, herstellten.

Obduktion angeordnet

Wie die Staatsanwaltschaft gegenüber «Medinside» mitteilt, wurde «im Nachgang des Todes der im Kanton St.Gallen wohnhaft gewesenen Jugendlichen eine Strafuntersuchung zufolge aussergewöhnlichen Todesfalls eröffnet». Es sei eine Obduktion angeordnet worden.

Wegen der laufenden Untersuchung werden keine weiteren Fragen beantwortet. Auch seien die Ergebnisse der Obduktion noch ausstehend.

Keine Strafuntersuchung im Thurgau

Im Kanton Thurgau, wo die zweite junge Frau wohnte, sei keine Strafuntersuchung hängig. Marco Breu, Mediensprecher der Thurgauer Staatsanwaltschaft, sagt gegenüber «Medinside»: «Dies kann mehrere Gründe haben, wobei zwei zu erwähnen sind: 1. Es liegt kein aussergewöhnlicher Todesfall vor; es handelt sich zum Beispiel um einen natürlichen Todesfall infolge einer bekannten Vorerkrankung. 2. Es liegt ein aussergewöhnlicher Todesfall vor, jedoch befindet sich der Sterbeort nicht im Zuständigkeitsgebiet der Staatsanwaltschaft Thurgau.»

Wird im Kanton St.Gallen jemand obduziert, kommt es automatisch zu einer Strafuntersuchung. Im Kanton Thurgau braucht es zu einer Eröffnung einer Strafuntersuchung einen Tatverdacht, der derzeit noch nicht vorliege, wie Breu sagt.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 30. November 2021 15:15
aktualisiert: 1. Dezember 2021 06:25