Anzeige

Stromausfall wegen defekten Kabels

Angela Mueller, 20. Januar 2019, 08:12 Uhr
Rund 10'000 Personen waren am Samstag von einem doppelten Stromausfall am Flumserberg betroffen. Grund war ein Kabelriss bei der Stromhauptleitung. Ärgerlich für die Gäste, einige nahmen es aber auch gelassen.

«Es war ein sehr schwieriger Tag, obwohl das Wetter wunderbar war», sagt Heinrich Michel, CEO der Flumserberg Bergbahnen AG, zu FM1Today. Das Skigebiet am Flumserberg war gleich von zwei Stromausfällen betroffen. Der erste ereignete sich morgens um 8.30 Uhr. «Das Elektrizitätswerk Flums hat uns einen technischen Defekt an der Hauptleitung gemeldet. Ein Kabel war gerissen.» Konsequenz: Der ganze Berg mit den 17 Anlagen stand still. Auch in den zehn Bergrestaurants fiel der Strom aus. Es gab weder Kaffee noch Tee (FM1Today berichtete).

Einer der schönsten Wintersporttage

Nach einer halben Stunde konnten die Bergbahnen den Betrieb dank ihrer Notstrom-Anlage wieder aufnehmen.  Doch die Freude hielt nicht lange: Um 12 Uhr brach die Notstromzufuhr wegen Überlastung zusammen. «Im Nachhinein haben wir allerdings gesehen, dass es gar keine Überlastung gab. Wir müssen nun abklären, was genau passiert ist.»

Heinrich Michel, CEO der Bergbahnen Flumserberg: «Der ganze Berg war betroffen.»
© FM1Today/Linda Äschlimann

Die Wintersportler am Flumserberg konnten wegen der Stromzufuhr-Probleme gleich zwei Mal die Bahnen für ein halbe und eine Stunde nicht benutzen. «Besonders ärgerlich ist der doppelte Stromausfall, weil es einer der schönsten und bestfrequentiertesten Tage am Flumserberg war.» Michel geht davon aus, dass 10'000 Gäste vor Ort waren.

Am Nachmittag lieferte das Elektrizitätswerk Flums wieder Strom und reparierte die Hauptleitung. «Wir haben die Zusicherung, dass ab Sonntag die Stromversorgung wieder normal funktioniert.»

Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Die Bergbahnen Flumserberg zeigten sich gegenüber den Gästen kulant. Wer das Ticket frühzeitig zurückgeben wollte, bekam 50 Prozent des Preises zurückerstattet.

Niemand musste lange auf den Bahnen frieren

Immerhin mussten keine Gäste in den Bahnen frieren, jene Personen, die während des Stromausfalls in den Sesselbahnen sassen, konnten mit dem Diesel-Motor zurückgeholt werden. Dank des schönen Wetters haben sich auch längst nicht alle Gäste über die Situation geärgert: «Wir hatten Glück, wir sind am Morgen gerade noch rechtzeitig hoch gekommen», sagt Skifahrer Luciano.

Markus ist mit den Turnverein von Märstetten (TG) angereist: «Ist etwas dumm gelaufen, einmal konnten wir runterfahren und dann mussten wir warten.» Doch er nimmt es gelassen: «Wir sind mit dem Turnverein da, das Wetter ist toll und wir haben es trotzdem genossen und gemütlich gehabt.»

Anders hat es Anita aus dem Glarnerland erlebt: «Der Tag war schon etwas ärgerlich. Wir mussten zuerst eine Stunde warten, bis wir hochfahren konnten. Als wir wieder unten waren, gab es den zweiten Stromausfall und wir konnten nicht mal etwas im Restaurant essen.»

Angela Mueller
Quelle: agm/lae
veröffentlicht: 19. Januar 2019 15:42
aktualisiert: 20. Januar 2019 08:12