St.Gallen

Täter erschossen: Staatsanwaltschaft will Verfahren gegen Polizisten eröffnen

24. September 2020, 14:30 Uhr
Bluttat in St.Gallen: Die Anklagekammer St.Gallen soll entscheiden, ob gegen zwei Stadtpolizisten ein Verfahren eröffnet wird. Die zwei Polizisten haben Anfang September den Täter erschossen, der eine 46-jährige Frau in ihrer Wohnung brutal erschlagen hat.

Anfang September drang ein 22-jähriger Mann an der Speicherstrasse in St.Gallen in die Wohnung einer Frau ein und schlug brutal mit einer Bratpfanne aus ihrem Haushalt auf sie ein. Einsatzkräfte der Polizei schossen auf den Täter. Dieser verstarb noch am Tatort, die Frau später im Spital. Jetzt will die Staatsanwaltschaft St.Gallen den Vorfall untersuchen lassen und ein Strafverfahren gegen die zwei Beamten eröffnen, wie das Regionaljournal Ostschweiz berichtet.

Da die zwei Polizisten Behördenmitglieder sind, entscheidet ein Gericht darüber, ob ein Strafverfahren eröffnet werden kann: Die St.Galler Anklagekammer ist in solchen Fällen zuständig. Sie untersucht nun den Vorfall. Kommt sie zum Schluss, dass Handlungen der Polizisten strafrechtlich relevant sind, so kann die Staatsanwaltschaft St.Gallen eine Strafuntersuchung einleiten. Der Entscheid der Anklagekammer ist somit kein Urteil, sondern lediglich der Startschuss für ein Strafverfahren. Der Entscheid sollte frühestens Mitte Oktober vorliegen.

Quelle: tagblatt.ch
veröffentlicht: 24. September 2020 14:30
aktualisiert: 24. September 2020 14:30