Teurer Hollywood-Schmuck in Wil

Noémie Bont, 9. Mai 2019, 09:08 Uhr
Von wie vielen Millionen Franken hier die Rede ist, weiss nicht einmal die Geschäftsleiterin: Das Wiler Auktionshaus Rapp bietet bald wieder kostbare Schmuckstücke und Luxustaschen sowie seltene Münzen und Briefmarken zur Versteigerung an.

Die Dollar-Zeichen auf den Augen und das dicke Portemonnaie in der Hosentasche: Die diesjährigen Versteigerungen des Wiler Auktionshauses Rapp stehen ganz im Zeichen von Luxus und Glamour. Mit dabei sind unter anderem 900 kostbare Schmuckstücke und Uhren im Wert mehrerer Millionen Franken.

60-Karat-Collier für die Hollywood-Stars

Marianne Rapp Ohmann, Geschäftsleiterin Auktionshaus Rapp (Bild: zVg)
Marianne Rapp Ohmann, Geschäftsleiterin Auktionshaus Rapp (Bild: zVg)
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Im Rampenlicht steht dieses Jahr in der Kategorie «Uhren, Schmuck und Luxustaschen» eine 60-Karat-Halskette. Bestehend aus 200 Brillanten und 22 Diamanten im Smaragd-Schliff. «Diese Kette wird mit grosser Wahrscheinlichkeit in die USA verkauft. Denn die Kette ist wie geschaffen für die grossen Hollywood-Stars», sagt Marianne Rapp Ohmann, Geschäftsleiterin des Auktionshauses. Es hätten sich bereits Händler aus Übersee für die Besichtigung des Luxuscolliers angemeldet.

«Wir sind mit dem Preis recht konservativ gestartet», sagt Rapp Ohmann. Der Wert des Diamant-Colliers wird auf 45'000 Franken geschätzt. «Es wird aber problemlos für mindestens 80'000 Franken versteigert», schätzt die erfahrene Geschäftsleiterin.

Auch Ostschweizer interessieren sich

Aber nicht nur Amerikaner wollen das Collier und die kostbaren Juwelen ihr Eigen nennen. Marianne Rapp Ohmann stellt fest, dass sich dieses Jahr auch die Ostschweizer für die Schmuck- und Uhren-Versteigerungen interessieren. «Es ist spannend, zu sehen, wie sich das Publikum vermischt. In diesem Jahr treffen viele Ostschweizer auf die ausländischen Händler.»

Ein solches Münzengoldpaar der Schweizer Eidgenossenschaft wurde noch nie für eine Auktion freigegeben. (Bild: pd)
Ein solches Münzengoldpaar der Schweizer Eidgenossenschaft wurde noch nie für eine Auktion freigegeben. (Bild: pd)
© Ein solches Münzengoldpaar der Schweizer Eidgenossenschaft wurde noch nie einer Auktion angeboten. (Bild: Screenshot aus Medienmappe)

«Die kostbarsten Münzen der Schweiz»

Die Ausstellung «Uhren, Schmuck und Luxustaschen», die am Mittwoch eröffnete, war bereits gut besucht. Wie in den vergangenen Jahren stehen den Handelnden auch seltene Münzen und Briefmarken zur Verfügung. Highlight dieser Auktionen sind einzigartige Briefmarken aus China, die etliche Millionen Franken wert sind. Diese Exemplare ziehen dieses Jahr neben Kunden aus Norwegen, Russland, den Nachbarländern der Schweiz und den USA auch viele Händler aus China an.

Bieter aus der Schweiz dürften sich eher für ein seltenes Goldmünzenpaar interessieren: Es sind Schweizer 25- und 50-Franken-Münzen in Gold mit der Prägezahl des Jahres 1959. Die Münzen wurden geprägt, aber nie offiziell von der Nationalbank ausgegeben und sind daher sowohl rar als auch extrem kostbar. Zum ersten Mal wird ein solches Münzenpaar öffentlich an einer Auktion angeboten. Marianne Rapp Ohmann spricht von den «kostbarsten Münzen der Schweiz».

Herausforderungen: Logistik und Sicherheit

«Dank unserem grossen Netzwerk sind wir zu diesen kostbaren Auktionen gekommen», sagt die Geschäftsleiterin stolz. Bis zur Auktionswoche Ende Mai müssen noch einige Punkte geklärt werden. Wo die mehreren hundert Luxusgegenstände untergebracht werden können, wurde noch nicht definitiv festgelegt.

Auch die Sicherheit ist dieses Jahr wieder ein grosses Thema. «Während der Auktionswoche werden zusätzlich 60 Sicherheitskräfte eingesetzt.» Das entspreche dem bisherigen Rahmen. Die prominenten Gäste, die erwartet werden, wollen laut Rapp Ohmann anonym bleiben.

Die Auktion findet vom 20. bis 25. Mai im Auktionshaus Rapp in Wil statt. Mitbieten kannst du, indem du dich online registriert und die Auktionen vor Ort, telefonisch oder online mitverfolgst. Die Gegenstände, die versteigert werden, sind bis zur Auktionswoche ausgestellt und können besichtigt werden.

Noémie Bont
veröffentlicht: 9. Mai 2019 09:08
aktualisiert: 9. Mai 2019 09:08