Todesopfer sind Französinnen

Laurien Gschwend, 12. August 2019, 19:02 Uhr
Nach dem tödlichen Verkehrsunfall am Sonntagabend auf der A1 bei Oberbüren konnte die Polizei die Identität der Todesopfer klären, beide Todesopfer sind Frauen mit französischer Staatsbürgerschaft. Der Zustand der Verletzten ist teilweise kritisch.

Sonntagabend, kurz nach 17.20 Uhr, Autobahn A1 zwischen Uzwil und Gossau: Ein 52-jähriger Mann stellt sein Militärfahrzeug, das heute zivil eingelöst ist, wegen Motorenproblemen auf dem Pannenstreifen ab. Gleichzeitig sind ein 22-jähriger Mann und vier weitere Insassen mit ihrem Auto in Richtung St.Gallen unterwegs. Aus bislang unbekannten Gründen gerät das Auto kontinuierlich auf den Pannenstreifen und prallt gegen das Pannenfahrzeug. Durch die Wucht der Kollision wird das Militärfahrzeug aufs Dach geschleudert.

Todesopfer sind 58- und 88-jährig

Der 52-jährige Fahrer des Militärfahrzeugs wird unbestimmt verletzt. Er kann das Spital voraussichtlich bald wieder verlassen. Schlimm trifft es die Insassen des Autos, eines Renault Talisman mit französischem Kennzeichen: Für zwei Frauen im Alter von 58 und 88 Jahren kommt jede Hilfe zu spät. Sie sterben noch auf der Unfallstelle. Der 22-jährige Fahrer wird schwer verletzt, eine 21-jährige Mitfahrerin muss notoperiert werden. Ihr Zustand ist nach wie vor kritisch, wie die Kantonspolizei St.Gallen mitteilt. Ein 61-jähriger Mann erleidet diverse Knochenverletzungen und wird am Montag operiert. Alle Insassen des Renaults sind französische Staatsangehörige.

Polizei sucht Zeugen

Das sind die Erkenntnisse, welche die Kantonspolizei St.Gallen einen Tag nach dem Unfall präsentiert. Nach wie vor ungeklärt ist der genaue Unfallhergang. Es werden Zeugen gesucht, die Angaben zum Fahrverhalten des schwarzen Renaults machen können.

In diesem Renault Talisman sassen die beiden tödlich verletzten Frauen sowie die drei Schwerverletzten. (Bild: BRK News/Beat Kälin)
In diesem Renault Talisman sassen die beiden tödlich verletzten Frauen sowie die drei Schwerverletzten. (Bild: BRK News/Beat Kälin)
© BRK News/Beat Kälin

Diverse Einsatzkräfte vor Ort

Mehrere Patrouillen und Spezialisten der Kantonspolizei St.Gallen, zwei Notärzte, drei Rettungsteams, zwei Rettungshelikopter, 25 Feuerwehrleute, die Staatsanwaltschaft, der Amtsarzt, der Nationalstrasseunterhalt und Abschleppunternehmer waren am Sonntag bis spätabends auf der Unfallstelle (FM1Today berichtete). Es kam zu Stau.

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Quelle: TVO

Laurien Gschwend
Quelle: lag
veröffentlicht: 12. August 2019 14:02
aktualisiert: 12. August 2019 19:02