Roboter

Tore schiessen oder Sumo-Ringen: Junge Robotikfans konnten sich austoben

19. November 2022, 21:29 Uhr
Über 80 Schülerinnen und Schüler aus der Oberstufe und Kantonsschulen haben am Samstag an der Ostschweizer Fachhochschule in Rapperswil ihre selbstgebauten Roboter in verschiedenen Disziplinen antreten lassen.
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Am Samstagmorgen starteten am OST-Campus in Rapperswil die «RobOlympics», die Olympischen Spiele für Roboter. Während mehrerer Wochen arbeiteten Schülerinnen und Schüler an ihren Robotern. Das Ziel: So viele Punkte wie möglich in den verschiedenen Disziplinen der RobOlympics zu holen.

Auf dem Programm standen Linienfahren auf Zeit, ein Mini-Sumo-Ringen, Torschiessen sowie «move it over», wo Tischtennisbälle in den gegnerischen Spielbereich befördert werden mussten.

Auf die letzte Disziplin konnte sich jedoch niemand vorbereiten. Hinter «Wir sind OST» verbarg sich die Aufgabe, mit dem Roboter auf einer Karte drei Holzscheiben, welche drei ehemalige Teilschulen repräsentierten, abzuholen und sie gemeinsam zum Ziel «OST» zu bringen.

Die Jugendlichen hatten nur wenige Stunden, um ihre Roboter für die Aufgabe zu rüsten. «Ich bin begeistert von den vielen kreativen Ideen, mit denen die Schülerinnen und Schüler die verschiedenen Disziplinen meisterten», sagte einer der Schiedsrichter. Er war vor rund zehn Jahren ebenfalls Teilnehmer an den «RobOlympics». Heute studiert er an der OST – wie alle Schiedsrichter an den Tischen.

Junge Menschen für Technik begeistern

Veranstaltet werden die «RobOlympics» jedes Jahr vom Studiengang Elektrotechnik der OST in Rapperswil. Mit den «RobOlympics» möchte die OST auf spielerische Weise das Interesse und die Faszination von Jugendlichen für Technik fördern.

An den 18. «RobOlympics» stand es den Teams frei, mit einem selbstentwickelten Roboter anzutreten oder einen Bausatz der beliebten Lego-Mindstorms zu adaptieren. Um die Aufgaben lösen zu können, müssen die Roboter mit geeigeneten Motoren und Sensoren ausgestattet werden. Auch die nötige Software haben die Jugendlichen selbst geschrieben.

Erlebnis ist wichtiger als Auszeichnung

Am Schluss des Wettkampfs wurden sowohl die Siegerteams in den einzelnen Kategorien wie auch die Gesamtgewinner ausgezeichnet. In der Disziplin Linienfolger gewann «RobENA» vom Smartfeld ICT Campus in St.Gallen. «BM1 Robotics» von der Sekundarschule Sirnach gewann in der Disziplin «MiniSumo». In der Disziplin «RoboBall» gewann «Helveticrobot» von der Bündner Kantonsschule Chur.

Viel wichtiger als die Auszeichnungen war für die meisten das Erlebnis, dabei zu sein. Oder wie ein 13-jähriger Teilnehmer sagte: «Die Disziplinen waren für uns herausfordernd, aber der Tag hat sehr viel Spass gemacht. Ich würde sofort wieder kommen.»

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 20. November 2022 07:08
aktualisiert: 20. November 2022 07:08