Wil

Treffen mit gegen 100 Leuten: Polizei schickt Fasnächtler heim

15. Februar 2021, 09:39 Uhr
Verkleidete Fasnächtler und zahlreiche Schaulustige haben sich am Sonntag im Wiler Stadtzentrum versammelt. Die Polizei löste die illegale Versammlung auf.
Buntes Treiben trotz Corona: So sah es am Sonntag in Wil aus.
© Wiler Zeitung
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Trotz eisiger Kälte und Veranstaltungsverbot liessen es sich am Wochenende einige verschworene Fasnächtler nicht nehmen, sich zu treffen und doch noch ein wenig fünfte Jahreszeit zu feiern. So fand in Benken ein illegaler Umzug statt und auch in Wil musste die Polizei einschreiten, wie Pascal Häderli, Mediensprecher der St.Galler Kantonspolizei, auf Anfrage von FM1Today sagt.

«Wollten nicht zu Hause hocken»

In Bahnhofsnähe habe sich eine Gruppe verkleideter Personen versammelt. «Die Kantonspolizei St.Gallen traf vor Ort, inklusive zahlreicher Schaulustiger, rund 80 bis 100 Personen an», sagt Häderli. Die Fasnächtler seien zusammengestanden und auch einige Guggenmusiker seien vor Ort gewesen. Gemäss «Wiler Zeitung» ging dem Treffen beim Bahnhof ein Umzug durch die Innenstadt voraus. «Wir wollten die Fasnacht wenigstens ein bisschen feiern und nicht einfach zu Hause hocken», sagt einer der Organisatoren gegenüber der Zeitung.

Die Polizei löste die Versammlung laut Sprecher Häderli «sofort auf». «Wir sind hingegangen und haben das Gespräch gesucht. Weil sich die Leute binnen Minuten zerstreut haben, musste niemand gebüsst werden.»

Dialog statt Bussen

An ihrer Strategie hält die St.Galler Kantonspolizei bis auf weiteres fest: Wer sich nicht an die geltenden Richtlinien hält, wird von den Patrouillen darauf aufmerksam gemacht. Einsichtige sollen nicht gebüsst werden, wie Häderli sagt. «Wir appellieren auch an die Selbstverantwortung. Bislang hat die Strategie gut funktioniert – die meisten sind kooperativ und schätzen unsere Herangehensweise.»

Über das ganze Wochenende hatte es die Kantonspolizei St.Gallen in rund zehn Fällen mit Fasnächtlern zu tun, die nicht gänzlich auf die Feierlichkeiten verzichten wollten. Im Fall von Benken wurden drei Anzeigen gegen Fahrzeughalter ausgesprochen.

(lag)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 15. Februar 2021 09:36
aktualisiert: 15. Februar 2021 09:39