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Wintersport

Trotz Ansturm auf Flumserberg: Bahn profitiert nicht

27. Dezember 2020, 18:35 Uhr
Obwohl die Skigebiete im Kanton St.Gallen geschlossen sind, zieht es am Sonntag massenhaft Menschen in die Flumserberge. Die Bergbahnen profitieren davon aber nicht.
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Quelle: tvo

Schlitteln, langlaufen und spazieren kann man auch, wenn die Bergbahnen geschlossen sind. Dies zeigt sich auch am Sonntag auf dem Flumserberg. Einzig die Bahn von Unterterzen nach Tannenboden darf aktuell im Kanton St.Gallen fahren. Dies, weil sie im Netz des öffentlichen Verkehrs ist. Für die Bergbahnen Flumserberg rentiert dies aber trotzdem nicht.

Rund 10 Millionen Franken Verlust

«Es sind sicher ein paar Leute mit der Gondelbahn angereist. Aber es ist natürlich nicht die grosse Masse», sagt Katja Wildhaber-Rupf, Mitglied der Geschäftsleitung der Bergbahnen Flumserberg. Rund zehn Millionen Franken verliere das Unternehmen, weil über die Festtage keine Ski-Touristen transportiert werden können. 

Die Einnahmen aus den Take-Away-Angeboten seien aus finanzieller Sicht lediglich ein Tropfen auf dem heissen Stein. Das Angebot laufe nur schleppend. Deshalb stehen beispielsweise viele Lebensmittel im Lager des Alprestaurants Panüöl. 50 Tonnen an Getränken wurden im Sommer ins Restaurant transportiert. «Wir haben so kalkuliert, dass die Ware bis Mitte Februar ausreicht. Zur besten Zeit müssen die Bahnbetriebe schliessen. Jetzt fehlt einiges an Verkauf», sagt Maik Kunz, Geschäftsführer von BBF Gastro. 

«Fast alle Mitarbeiter in Kurzarbeit»

Die Gastromitarbeiter produzieren aktuell hauseigenes Fondue, welches ein bisschen Geld in die Kassen spülen soll. Der grösste Teil der Mitarbeitenden der Bergbahnen hat aber nichts zu tun. «Wir beschäftigen 330 Mitarbeiter. Fast alle davon sind jetzt in Kurzarbeit. Wenige Teams arbeiten zur Zeit noch», sagt Katja Wildhaber-Rupf.

Ob und wie die Skigebiete im Kanton wieder öffnen dürfen, hängt vom Reproduktionswert ab. Dieser müsste mindestens sieben Tage unter 1 liegen, damit den Bergbahnen wieder Bewilligungen ausgestellt werden.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 27. Dezember 2020 18:35
aktualisiert: 27. Dezember 2020 18:35