Stoss

Trotz Anwohnerklagen: Das Lärmmessgerät kommt zurück

Noémie Bont, 12. August 2020, 14:27 Uhr
Das Lärmmessgerät am Stoss in Altstätten wird versetzt.
© FM1Today/Noémie Bont
Während einer ersten Testphase des Lärmmessgeräts am Stoss reklamierten mehrere Bewohner – das Display ziehe noch mehr Lärmstörer an. Trotz Kritik setzt Altstätten das Pilotprojekt fort. Am Freitag wird die Anlage wieder aufgestellt.

Das Messgerät, das die Töff- und Autofahrer am Stoss auf Lärm sensibilisieren soll, wird neu in der Nähe des sogenannten «Kellersrank» montiert. Auf der berühmten geraden Strecke nach der zweiten Kurve (von Altstätten herkommend) in Fahrtrichtung Gais. Wo Schnellfahrende gerne unangemessen beschleunigen und wo häufig Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden, steht ab Freitag das Lärmmessgerät – voraussichtlich drei bis vier Wochen lang. 

«Erwartungshaltung war zu hoch»

Die Stadt Altstätten setzt das Pilotprojekt trotz Anwohnerklagen fort. «Wir möchten am neuen Standort mehr Erfahrungen sammeln», sagt Stadtpräsident Ruedi Mattle. Die Erwartungshaltung an das Gerät sei bei der ersten Testphase etwas hoch gewesen. «Das Gerät sensibilisiert die Verkehrsteilnehmenden nur und kann keine Raser verzeigen.» Anders als beim ersten Versuch im Juli am anderen Ende der Stossstrasse suchte die Polizei am neuen Messstandort vorgängig das Gespräch mit den Anwohnern.

Auf dieser Strecke auf der Stossstrasse wird das Lärmmessgerät montiert.

© FM1Today/Noémie Bont

Einsätze im ganzen Kanton St.Gallen

Verläuft die Pilotphase am Stoss positiv, könnten Lärmanlagen bald auch an anderen lärmgeplagten Orten im Kanton St.Gallen zum Einsatz kommen. «Funktioniert die Sensibilisierung am Stoss, überlegt sich die Kantonspolizei St.Gallen, selber Lärmmessgeräte anzuschaffen», sagt Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen. Das Messgerät, das am Stoss eingesetzt wird, ist von der Kantonspolizei Zürich ausgeliehen.

Weitere Massnahmen möglich

Gleichzeitig will die Stadt Altstätten an weiteren Massnahmen feilen. «Was für Massnahmen das sind, wissen wir noch nicht. Wir tauschen uns diesbezüglich aus mit der Polizei, den Kantonen und dem Ausland», sagt Mattle. Unabhängig davon, wie die zweite Testphase ausfällt: Die Stadt sei jetzt schon überrascht darüber, welche Wellen das Display geschlagen hat.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 13. August 2020 05:39
aktualisiert: 12. August 2020 14:27