«AllerStern»

Trotz drohendem Energiemangel: Stadt St.Gallen hält an Weihnachtsbeleuchtung fest

22. September 2022, 15:33 Uhr
Der Stadtrat hat mit Blick auf eine mögliche Energiemangellage verschiedene Massnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs in der städtischen Verwaltung und im öffentlichen Raum beschlossen. Nicht davon betroffen: die Weihnachtsbeleuchtung in der St.Galler Altstadt.
Die St.Galler Weihnachtsbeleuchtung wird in Betrieb genommen.
© Tagblatt

Der Stadtrat hat entschieden, die Weihnachtsbeleuchtung «AllerStern» in der Altstadt in Betrieb zu nehmen. «Der Stadtrat möchte mit der beliebten und sehr energieeffizienten Weihnachtsbeleuchtung ein Zeichen setzen, dass die pandemiegeplagte Bevölkerung trotz vielfältiger Einschränkungen eine besinnliche Weihnachtszeit erleben darf. Der Stadtrat verbindet seinen Entscheid mit der Erwartung, dass möglichst auf private elektrische Weihnachtsdekoration verzichtet wird, und dass das städtische Gewerbe im Gegenzug auf die Beleuchtung der Schaufenster ausserhalb der Öffnungszeiten der Geschäfte verzichtet», heisst es in einer Mitteilung der Stadt St.Gallen.

Tiefere Temperaturen in öffentlichen Räumen

Um der Energiemangellage entgegenzuwirken, werden ab dem 1. Oktober aber andere Massnahmen ergriffen. So wird unter anderem die Raumtemperatur in Verwaltungs- und Schulgebäuden auf 20 Grad reduziert. «Das Energiesparpotenzial dieser Massnahme beträgt in der Stadt St.Gallen 430'000 kWh im Winterhalbjahr, was dem Jahresverbrauch von 112 Vierpersonen-Haushalten entspricht», schreibt die Stadt. In Turnhallen und Sportzentren soll die Innentemperatur auf 16 Grad gesenkt werden, was einem Sparpotenzial von weiteren 40'000 kWh entspricht.

Weitere Massnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs von Sportanlagen und Schwimmbädern werden in Abstimmung mit der Arbeitsgemeinschaft Schweizerischer Sportämter (ASSA) getroffen. Im Bereich Öffentlicher Verkehr übernimmt die Stadt St.Gallen die Branchenempfehlung des Verbands öffentlicher Verkehr. Die VBSG senken die Temperatur im Fahrgastraum von 22 Grad auf 18 Grad. Die Fassadenbeleuchtungen von öffentlichen und historischen Gebäuden werden abgeschaltet. Die Beleuchtung in Verwaltungs- und Schulgebäuden wird verringert. In Schulen, Sport- und Freizeitanlagen sowie in Verwaltungsgebäuden wird auf Weihnachtsbeleuchtungen verzichtet.

«Energieverbrauch hinterfragen und reduzieren»

Weiter appelliert der Stadtrat an die Bevölkerung: «Der Stadtrat ruft die Bevölkerung und die Wirtschaft auf, ihren Energieverbrauch zu hinterfragen und wo immer möglich zu reduzieren. Die Einsparungen im Energieverbrauch tragen auch dazu bei, das von der Stadtsanktgaller Bevölkerung beschlossene und in der Gemeindeordnung festgehaltenen Null-Ziel zu erreichen.»

Quelle: CH Media Video Unit / Lukas Schmidt

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 22. September 2022 14:56
aktualisiert: 22. September 2022 15:33
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