Rheintal

Unangenehmer Geruch: Der Kohl ist der Übeltäter

Krisztina Scherrer, 18. Oktober 2019, 07:46 Uhr
Im Rheintal herrscht seit einigen Tagen ein unangenehmer Geruch. Dieser stammt wahrscheinlich von den Gemüsefeldern, wo derzeit Kohlgemüse geerntet wird.

Wer in den letzten Tagen im Rheintal unterwegs war, dem stach mit grosser Wahrscheinlichkeit ein übler Geruch in die Nase. FM1Today-Lesereporter meldeten, dass es zwischen Au und St.Margrethen nach faulen Eiern rieche (FM1Today berichtete). Wir haben uns aufgemacht, um dem Phänomen auf den Grund zu kommen. Auf einem Gemüsefeld sind wir fündig geworden.

Broccoli, Blumenkohl oder Kabis sind am Geruch schuld

Gemüsebauer Armin Risch steht auf seinem Feld im Eselschwanz in St.Margrethen, er kennt die Ursache für den üblen Geruch. «Das ist ein normaler Prozess bei abgeernteten Kulturen», sagt der Betriebsleiter bei Risch Gemüse in St.Margrethen. Er könne bestätigen, dass Broccoli, Blumenkohl oder Kabis für einen unangenehmen Gestank sorgen. 

«Grosser Teil der Pflanzen bleibt zurück auf dem Feld»

Er zeigt, wie viele Blätter eigentlich an einem Kohl dran sind. Beim Ernten bleiben viele dieser Blätter auf dem Feld liegen, die sogenannten Ernterückstände. «Wenn man einen Blumenkohl oder Broccoli rausschneidet, bleibt ein grosser Teil auf dem Feld liegen und geht zurück in die Natur, in den Boden», sagt Risch. «Diese Blätter fangen bei gewissem Wetter oder bei höheren Temperaturen schnell an, sich zu zersetzen und somit auch zu stinken.» 

Gestank nach fünf bis sieben Tagen weg

Das Rheintal muss, gemäss Risch, nicht lange unter dem unangenehmen Gestank leiden. «Es ist das Ziel eines jeden Landwirts und Gemüsebauers, das Feld sauber zu halten.» Dementsprechend versuche jeder die Ernterückstände innerhalb von fünf bis sieben Tagen in die Erde einzuarbeiten. «Der Gestank sollte sich danach legen.»

 

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 18. Oktober 2019 07:46
aktualisiert: 18. Oktober 2019 07:46