Unterkunft Breite zu: Zu wenig Asylsuchende

René Rödiger, 20. Oktober 2016, 09:08 Uhr
Die Unterkunft bleibt vorerst geschlossen.
Die Unterkunft bleibt vorerst geschlossen.
© St.Galler Tagblatt Archiv
Die Gemeinde Bütschwil-Ganterschwil teilt mit, dass die Unterkunft Breite ab dem 1. November nicht belegt sein wird. Grund: Weit weniger Asylsuchende in der Schweiz gegenüber dem Vorjahr.

Das Staatssekretariat für Migration (SEM) ging von rund 40'000 Asylsuchenden im Jahr 2016 aus. Mit dieser Zahl wurde auch bei der Planung von Unterkünften für die Menschen gerechnet. Allerdings hat der Bund nun mitgeteilt, dass ein Szenario mit rund 30'000 Asylsuchenden wahrscheinlicher sei.

Die neu eintreffenden Asylsuchenden können im Kanton St.Gallen in den bereits bestehenden Unterkünften aufgenommen werden. Deshalb hat das St.Galler Migrationsamt entschieden, dass vorläufig keine Asylsuchende in die Unterkunft Breite in Bütschwil gebracht werden.

Weil sich die Lage jedoch rasch ändern kann, bleibt die Anlage Breite bis März 2017 als Reserve-Unterkunft bestehen.

Die Gemeinde Bütschwil-Ganterschwil bedankt sich im aktuellen Mitteilungsblatt bei verschiedenen Organisationen und Privatpersonen, die Hilfsangebote zur Betreuung der Asylsuchenden gemacht haben: «Wir danken allen für die grosszügigen und helfenden Zeichen von Solidarität und Unterstützung. Gerne kommen wir auf diese Hilfsangebote zurück.»

René Rödiger
Quelle: pd/red.
veröffentlicht: 20. Oktober 2016 09:06
aktualisiert: 20. Oktober 2016 09:08