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Vincenz-Stauffacher einstimmig nominiert

Laurien Gschwend, 21. Dezember 2018, 05:38 Uhr
Die St.Galler Kantonsrätin Susanne Vincenz-Stauffacher (FDP) soll im Ständerat auf Bundesrätin Karin Keller-Sutter folgen. Am Donnerstag hat ihre Partei die Juristin einstimmig nominiert.

Darf SVS für KKS nachrutschen? Geht es nach der St.Galler FDP, ist bald die 51-jährige Abtwilerin Susanne Vincenz-Stauffacher für die frisch gewählte Bundesrätin im Ständerat. Am Donnerstagabend wurde die Juristin und Familienfrau von ihrer Partei einstimmig für die Wahl nominiert, wie die FDP auf Facebook bekanntgab:

#SVS für #KKS: Susanne Vincenz-Stauffacher in den Ständerat einstimmig nominiert! ????

Gepostet von FDP.Die Liberalen St.Gallen am Donnerstag, 20. Dezember 2018

Anderes Profil als KKS

«Es wäre schön, den Sitz weiterhin mit einer Frau zu platzieren», sagte Vincenz-Stauffacher, die vor drei Monaten in den St.Galler Kantonsrat nachgerutscht war, kürzlich in einem Interview mit FM1Today. Sie bringe zwar ein anderes Profil mit als Keller-Sutter, zumal sie schon viele Jahre in der Privatwirtschaft arbeite – und doch hätten sie gemeinsame Interessen, nur schon wegen ihres Geschlechts.

«Arbeit reizt mich sehr»

Die CVP schickt den St.Galler Regierungsrat Beni Würth (50) ins Rennen um den freiwerdenden Ständeratssitz. Auch Würth wurde einstimmig nominiert (FM1Today berichtete). «Die Arbeit im Ständerat interessiert und reizt mich sehr, weil die Kleine Kammer jener Ort ist, wo in schwierigen Situationen Kompromisse und Lösungen entwickelt werden», ist der Rapperswiler Familienvater überzeugt.

Beni Würth will in den Ständerat.
© Jil Lohse/St.Galler Tagblatt

Wahrscheinlich ist auch eine Kandidatur der SVP, die bisher bei Ständeratswahlen im Kanton St.Gallen immer scheiterte, so 2011 mit Toni Brunner und 2015 mit Thomas Müller. In Frage kommen etwa Regierungsrat Stefan Kölliker oder Esther Friedli, die Lebenspartnerin des zurückgetretetenen Nationalrats Toni Brunner.

Die Kampfwahl für den Ständeratssitz von Karin Keller-Sutter findet am 10. März des kommenden Jahres statt.

Laurien Gschwend
Quelle: lag
veröffentlicht: 21. Dezember 2018 05:38
aktualisiert: 21. Dezember 2018 05:38