Nationalfeiertag

«Vorbildlich an Verbote gehalten» – ruhiges 1.-August-Wochenende im FM1-Land

2. August 2022, 07:28 Uhr
Über das 1.-August-Wochenende ist die Kantonspolizei St.Gallen rund 40 Mal für Einsätze im Zusammenhang mit Feuerstellen, Feuerwerkskörpern sowie vier geringfügigen Bränden aufgeboten worden. Auch die Stadtpolizei St.Gallen und die Kantonspolizei Thurgau berichten von einem eher ruhigen Nationalfeiertag.
Viele Anruferinnen und Anrufer hatten Mühe damit, die geltenden Feuerverbote richtig zu interpretieren. (Symbolbild)
© Keystone

Im gesamten Kanton St.Gallen gilt seit letzten Mittwoch ein Feuer- und Feuerwerksverbot in Wald und Waldesnähe. Mehrere Gemeinden haben zudem ein absolutes Feuer- und Feuerwerksverbot ausgesprochen. «Die Polizei hat in den letzten Tagen das Feuer- und Feuerwerksverbot im Rahmen der normalen Patrouillentätigkeit oder bei jeweiligem Meldungseingang kontrolliert», schreibt die Kantonspolizei St.Gallen.

Vier kleinere Brände

In rund fünf Fällen wurde sie beigezogen, da bei Feuerstellen gegen das geltende Feuerverbot verstossen wurde. Die Kantonspolizei St.Gallen wurde rund 20 Mal um entsprechende Kontrollen ersucht, weil Kinder oder Jugendliche im Wald oder in Waldesnähe Knaller abbrennen liessen oder Unfug mit Feuerwerkskörpern trieben. Hinzu kamen vier kleinere Brände, bei welchen die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen alarmiert wurde. Diese Brände konnten jeweils rasch durch die örtlichen Feuerwehren gelöscht werden.

Rund ein Dutzend Mal wurde eine Patrouille angefordert, weil in Waldesnähe Feuerwerk gezündet worden sei. Insbesondere am Abend des 1. Augusts waren sowohl die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen als auch die Nachtdienstpatrouillen aufgrund der vielen Meldungen über tatsächliche oder angebliche Verstösse gegen die Feuer- und Feuerwerksverbote im Dauereinsatz. «Bei diversen Eingangsmeldungen stellte sich vor Ort heraus, dass nichts Verbotenes vorgefallen war. Offenbar bekundeten viele Anrufende Mühe damit, die geltenden Verbote richtig zu interpretieren», sagt Simon Anderhalden, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen.

«Vorbildlich an Verbote gehalten»

Die Kantonspolizei St.Gallen setzte auf den Dialog. Das Gespräch mit fehlbaren Personen wurde gesucht und diese wurden auf ihr Verhalten aufmerksam gemacht. «Als Fazit kann festgehalten werden, dass sich die Bevölkerung aus Sicht der Kantonspolizei St.Gallen grösstenteils vorbildlich an die Verbote gehalten hat», heisst es von der Polizei.

Daneben war die Kantonspolizei St.Gallen über das 1. August-Wochenende bei weiteren Einsätzen stark gefordert. Alleine Kontrollersuchen, Hilfeersuchen oder Interventionen im zwischenmenschlichen Bereich lösten rund 230 Mal das Ausrücken von Polizeipatrouillen aus. Hinzu kamen rund 50 Einsätze der Kantonspolizei St.Gallen im Zusammenhang mit gemeldeten Ruhestörungen. Zudem wurde im Kanton seit Freitagabend nahezu 20 Mal eingebrochen.

Positive Bilanz bei der Stadtpolizei St.Gallen.

Auch die Stadtpolizei St.Gallen blickt auf ein eher ruhiges 1.-August-Wochenende zurück. «Wir ziehen eine positive Bilanz. In der Nacht auf Dienstag gab es drei Lärmklagen und vier Meldungen über Unfug. Eine Person hat in der Nähe eines Naherholungsgebiets ein Feuer gemacht, diese wurde zur Anzeige gebracht», sagt Dionys Widmer, Mediensprecher der Stadtpolizei St.Gallen.

In der Nacht vom 31. Juli auf den 1. August habe es mehr Meldungen gegeben. Dies auch, weil es in St.Gallen am 31. Juli verboten ist, Feuerwerk zu zünden. «In den meisten Fällen waren die Personen aber schon weg. Nur eine Person haben wir angetroffen, die mehrere Batterien gezündet hat», sagt Widmer. In dieser Nacht habe es ausserdem rund zehn Ruhestörungen und fünf Interventionen wegen Streits gegeben.

Thurgau ohne grössere Zwischenfälle

Der Nationalfeiertag verlief auch im Kanton Thurgau ohne grössere Zwischenfälle. Aus dem ganzen Kantonsgebiet gingen am Montagabend und in der Nacht zum Dienstag 17 Meldungen wegen Bränden oder wegen illegalem Abbrennen von Feuerwerk ein, heisst es von der Kantonspolizei Thurgau.

Das Feuerwerksverbot im Kanton wurde am Nationalfeiertag und in der Nacht zum Dienstag mehrheitlich eingehalten. Zwischen 17 und 3 Uhr gingen bei der Kantonalen Notrufzentrale zehn Meldungen wegen illegalem Abbrennen von Feuerwerk ein. Vor Ort konnten durch die Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau jeweils keine Personen mehr festgestellt werden.

Sieben Meldungen gingen wegen Bränden ein. In allen Fällen konnte Entwarnung gegeben werden, es handelte sich um 1.-August-Funken.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 2. August 2022 07:10
aktualisiert: 2. August 2022 07:28
Anzeige