Anzeige
Regel-Wirrwarr

Was gilt in den Skigebieten im FM1-Land?

7. Januar 2022, 15:57 Uhr
In den Schweizer Skigebieten herrschen unterschiedliche Regeln. Während die einen auf eine Maskenpflicht beim Anstehen setzen, verzichten andere darauf. Teilweise gilt die 2G-plus-Regel auch bei Après-Ski-Bars draussen, an anderen Orten nicht. Eine Übersicht.
In der Kuhbar in Arosa gilt auch auf der Terrasse 2G-plus.
© Facebook/Kuhbar

Im Grundsatz hat der Bundesrat folgende Verschärfungen beschlossen, die auch die Skigebiete tangieren:

  • 2G-Pflicht in öffentlichen Innenräumen (Restaurants, Bars)
  • Maskenpflicht in Innenräumen
  • Sitzpflicht beim Konsumieren in Innenräumen
  • Betriebe können eine 2G-plus-Regel einführen, dann sind sie von der Masken- und Sitzpflicht befreit.
  • Maskenpflicht im ÖV

Der Branchenverband der Schweizer Seilbahnen gibt indes nur vor, dass Gondeln, die mehr als 25 Personen befördern, nur zu 70 Prozent gefüllt werden dürfen. Ausserdem gilt in Gondeln eine Maskenpflicht. Diese Richtlinien wurden bereits Anfang Dezember publiziert, sind aber immer noch aktuell, heisst es auf Anfrage. Da Seilbahnen als öffentliche Verkehrsmittel gelten, sind hier im Prinzip die gleichen Regeln gültig, wie in Zügen oder Bussen, sprich: Maskenpflicht.

«Diese Regeln schaffen eine Grundlage», sagt Raoul Steiger, Verantwortlicher Data & Statistik beim Verband. Welche weiteren Regeln die Bergbahnen erlassen, könne jedes Gebiet selbst entscheiden, der Verband habe darauf keinen Einfluss. Verschiedene Skigebiete haben aufgrund der Neuerungen ihre Schutzkonzepte in den letzten Tagen angepasst.

Diese Regeln gelten in Skigebieten im FM1-Land:

Arosa-Lenzerheide

Gondeln: In Gondeln gilt eine Maskenpflicht. Ausserdem gibt es eine Kapazitätsbeschränkung. Gondeln, die mehr als 25 Personen befördern, dürfen nur zu 70 Prozent ausgelastet sein (Schutzmassnahme des Verbandes)

Ski- und Sessellifte: Keine Maskenpflicht

Anstehen bei den Liften: In Arosa-Lenzerheide gilt keine Maskenpflicht.

Après-Ski: Die über 40 Gastrobetriebe, die es im Skigebiet gibt, entscheiden individuell, ob sie zusätzliche Massnahmen einführen. Die Massnahmen sind innerhalb des Skigebiets unterschiedlich. So gibt es beim «Munggaloch» in Arosa, bei der Carmennahütte, draussen an der Bar keine Zertifikatspflicht. Um in die Hütte zu kommen, braucht es ein 2G-plus-Zertifikat.

Bei der «Kuhbar» in Arosa gilt auch auf der Terrasse 2G-plus. «Es ist dort nicht möglich, den Sicherheitsabstand einzuhalten. Diese Massnahme wurde auch eingeführt, um die Mitarbeitenden zu schützen», sagt Stefan Reichmuth, Leiter Gästeservice, Marketing und Events in Arosa-Lenzerheide. Deshalb wurde die Terrasse durch ein Polizeigitter abgesperrt. «Das sieht nicht so schön aus, wir müssen das aber als Sicherheitsvorkehrung machen.»

Toggenburg

Im Toggenburg sind die Massnahmen je nach Skigebiet anders:

Wildhaus:

Lifte: Keine Maskenpflicht besteht auf Sesselbahnen und Skiliften.

Anstehen bei den Liften: Auch hier gibt es keine Maskenpflicht. Die offenen Warteräume und Anstehbereiche werden aber mit Mindestabständen signalisiert.

Après-Ski: Der Zugang zu den Terrassen ist weiterhin ohne Einschränkungen möglich. Für die Innenräume gilt die 2G-Pflicht.

Chäserrugg:

Lifte: Auf allen Anlagen im Skigebiet Chäserrugg ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für Personen ab 12 Jahren obligatorisch.

Anstehen bei den Liften: In allen Wartebereichen gilt eine Maskenpflicht

Après-Ski: In Innenräumen der Restaurants gilt die Zertifikatspflicht (2G). Die Konsumation muss im Sitzen erfolgen. Auf den Terrassen gilt keine Zertifikats- oder Maskenpflicht.

Flumserberg

Lifte: Maskenpflicht und Kapazitätsbeschränkungen in Gondeln (siehe oben), keine Maskenpflicht auf Sessellift oder Skilift, aber Kennzeichnung des 1,5 Meter Abstands

Anstehen bei den Liften: Dort gilt eine Maskenplicht

Après-Ski: Das Skigebiet Flumserberg prüft eine 2G-plus-Regel beim Après-Ski.

Davos-Klosters

Lifte: In Gondeln gilt eine Maskenpflicht. Ausserdem gibt es eine Kapazitätsbeschränkung. Auf den Sesselliften und Skiliften gilt keine Maskenpflicht.

Anstehen bei den Liften: Es gilt die Abstandsregel von 1,5 Metern, zusätzlich muss beim Anstehen der Lifte in Innenräumen eine Maske getragen werden, draussen beim Anstehen nicht. Sobald ein Kunde durch das Drehkreuz geht, gibt er damit das Einverständnis, keine Covid-Symptome zu haben. Ansonsten muss er nicht befördert werden.

Après-Ski: Für die Restaurants gilt die 2G-Regel mit Masken- und Sitzpflicht beim Konsum. Die Après-Ski-Lokale haben auch in Davos unterschiedliche strengere Regeln beschlossen. So gilt beim «Bolgenplaza»drinnen eine 2G-plus-Pflicht, auf der Terrasse die 2G-Regel. Die Aussenbar sei für alle zugänglich. In der «Jazzhütte» gilt drinnen ebenfalls 2G-plus, auf der Terrasse gilt keine Zertifikatspflicht.

Samnaun und Fideriser Heuberge

Die beiden Bündner Skigebiete setzen generell auf 2G-plus. Mittels Kontrollen werden nur Personen in die Skigebiete gelassen, die geimpft oder genesen sind. In Samnaun hängt das mit der 2G-Regel in Ischgl zusammen – die beiden Skigebiete sind miteinander verbunden. In Ischgl gibt es zusätzlich ein Après-Ski und Alkohol-Verbot. In der Schweiz gelten in der Gastronomie die vom Bund erlassenen Regeln. Für Ungeimpfte bietet Samnaun ein spezielles Ticket an. Kann ein negativer Test vorgewiesen werden, erhalten die Betroffenen ein Tagesticket für den Bündner Teil des Skigebiets. Die Fideriser Heuberger eröffnen ihr Skigebiet am 25. Dezember.

Flims - Laax

Lifte: Es gilt die Maskenpflicht und es gibt eine Kapazitätsbeschränkung.

Anstehen bei den Liften: Maskenpflicht drinnen, keine draussen.

Après-Ski: Grundsätzlich gelten für alle Betriebe der Destination auch hier die Regeln der Behörden für diese Branche. Drinnen gilt 2G+ wo kein sitzender Betrieb gewährleistet werden kann. So beispielsweise in der Indy Bar im Rocksresort Laax oder in der Legna Bar in Flims. Auf den Terrassen der Bars gelten die im Schutzkonzept erfassten Massnahmen (nur sitzende Konsumation, 1,5 m Abstand unter den Gästegruppen und keine Durchmischung derer). Auf 2G oder 2G+ draussen wird nach aktuellem Stand verzichtet.

(abl/red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 22. Dezember 2021 05:36
aktualisiert: 7. Januar 2022 15:57