Wegen «Burglind» Ferien geopfert

Stefanie Rohner, 5. Januar 2018, 16:11 Uhr
«Burglind» hat schweizweit hohe Schäden verursacht. Auch im Wald der St. Galler Ortsbürgergemeinde hat der Sturm Schäden hinterlassen. Deswegen wurden Angestellte aus den Ferien zurückgerufen.

«Wir schätzen, dass rund 3000 Kubikmeter Holz durch den Sturm gelöst wurden. Das ist etwa ein Drittel der normalen Jahresnutzung im Wald. Der Schaden ist massiv, aber kein Vergleich zu den Schäden nach dem Sturm Lothar», sagt Urban Hettich, Forstleiter der Ortsbürgergemeinde.

Zahlreiche Wanderwege und Waldstrassen in den Wäldern der Stadt St. Gallen, vor allem aber im Süden der Stadt, sind durch liegende Bäume versperrt.

Betriebsferien vorbei

«Es wird einige Wochen dauern, bis alle Wege und Strassen wieder frei sind. Damit die Strassen, die Priorität haben, schnell wieder frei waren, haben wir als Sofortmassnahme Teile der Forstequipe aus den Betriebsferien geholt», sagt Hettich.

Das geräumte Holz, welches aus Sicherheitsgründen aus dem Wald geräumt werden muss und wirtschaftlich noch verwendet werden kann, wird aufgearbeitet.

Lose Äste in den Baumkronen

Auch wenn einige Wege wieder frei sind, weist Hettich darauf hin, dass es im Moment nicht ganz ungefährlich ist, in den Wald zu gehen. «Es wäre das Beste, wenn man den Wald derzeit meidet. Durch die Sturmschäden sind nicht nur die Wege teilweise unbegehbar, in den Baumkronen befinden sich zudem viele lose Äste, die herunterfallen können», sagt Hettich.

Die Aufräumarbeiten sind für die Forstprofis teilweise gefährlich und sehr aufwendig. «WaldSchweiz» schreibt in einer Mitteilung, dass zehntausende Bäume gefällt wurden. Die Organisation empfiehlt der Bevölkerung ebenfalls, auf Waldspaziergänge zu verzichten.

«Durch das anhaltend schlechte Wetter mit teilweise grosser Lawinengefahr und den gesperrten Strassen konnten noch längst nicht alle Wälder kontrolliert werden», meldet «WaldSchweiz».

Das Bundesamt für Umwelt wird in den nächsten Tagen gemeinsam mit den kantonalen Forstdiensten einen geografischen Überblick erstellen und das Schadensausmass abschätzen.

Stefanie Rohner
Quelle: red.
veröffentlicht: 5. Januar 2018 16:11
aktualisiert: 5. Januar 2018 16:11