Clubs über Schliessung

«Wenn keine Hilfe kommt, werden die meisten Nachtclubs Konkurs gehen»

28. Oktober 2020, 18:10 Uhr
Werbung

Quelle: FM1Today / TVO

Der Bundesrat hat am Mittwoch beschlossen, Discos und Tanzlokale zu schliessen. Bei Gastrobetrieben gelten eine Sperrstunde und Personenbegrenzungen an Tischen. Die neuen Massnahmen treffen vor allem das Nachtleben hart. Ohne Hilfspakete könnten viele nicht überleben.

Bei den St.Galler Nachtclubs herrscht Erleichterung – trotz Schliessung ihrer Betriebe. Das Tanzverbot des Kantons St.Gallen sei schlicht nicht umsetzbar gewesen. «Wir haben mit dieser Entscheidung gerechnet. Für uns herrscht nun Klarheit. Damit können wir arbeiten», sagt Lukas Hofstetter, Vorstandsmitglied des St.Galler Nachtclubverbandes Nachtgallen, gegenüber FM1Today. Die meisten Clubs, wie beispielsweise Kugl, Ivy oder Ostklang, hatten schon vor Verkündung der neuen Massnahmen ihren Betrieb eingestellt. «Es hat schlicht nicht mehr rentiert», so Hofstetter.

«Es sieht für die meisten nicht gut aus»

Wie es weitergeht, das wisse keiner so genau. «Das steht in den Sternen.» Doch ohne Hilfspaket könne es für die Clubs eng werden. «Das ganze Nachtleben steht auf der Kippe. Wenn keine Hilfe vom Bund kommt, werden die meisten Nachtclubs Konkurs gehen.» Viele hätten ihre Geldreserven bereits während des ersten Lockdowns aufgebraucht. «Das Einzige, was man machen kann, ist einen Kredit aufzunehmen.» Doch viele hätten dies schon getan, ein zweiter Kredit komme für viele nicht mehr in Frage. «Es sieht für die meisten sicher nicht gut aus.»

Barbetreiber hatte mit Lockdown gerechnet

Auch Barbetreiber Martin Durot von der Maverick Bar in St.Gallen ist ein Stück erleichtert. «Es hätte schlimmer sein können», sagt er zu TVO. Er habe mit einem Lockdown gerechnet, so könne er aber nun weiterarbeiten.

(gbo)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 28. Oktober 2020 19:09
aktualisiert: 28. Oktober 2020 18:10