Wer will grösste Burg der Schweiz?

Lara Abderhalden, 14. März 2017, 17:59 Uhr
In St.Gallen, da hat es eine Burg. Es ist die grösste Burg der ganzen Schweiz. Jetzt kommt sie unter den Hammer und es ist gut möglich, dass sie bald in Deutschland steht.

Natürlich geht es nicht um eine richtige Burg, sondern um die grösste Indoor-Burg der Schweiz. Sie gehört den Organisatoren des Tattoo St.Gallen. Da es diese Veranstaltung in Zukunft nicht mehr gibt, wird die Burg verkauft. Bis jetzt gibt es einen Interessenten aus Deutschland.

«Leider konnten wir die Burg noch nicht verkaufen», erzählt Adi Osterwalder, einer der Organisatoren des Tattoo St.Gallen. Vier Jahre lang diente die Burg als Kulisse für die schottischen Musiker, die jedes Jahr mit ihren Trommeln, Trompeten und Dudelsäcken am Tattoo auftraten.

«Es fällt uns schwer»

Weil es die Veranstaltung aus finanziellen Gründen in Zukunft nicht mehr geben wird, braucht es auch kein Bühnenbild mehr und die Veranstalter müssen sich von ihrer vielseitigen und beliebten Kulisse trennen. «Es fällt uns natürlich schwer. Wir haben immer nur positive Rückmeldungen erhalten. Sie sah wunderschön aus, wenn sie beleuchtet war und man konnte sie sogar begehen.»

Bis jetzt gibt es Interesse von ennet der Grenze: «Wir haben eine Person aus Deutschland, die sich für die Burg interessiert.» Allerdings gebe es noch keine konkrete Zusage, man warte auf eine Antwort aus Deutschland. «Die Burg ist also im Moment noch zu haben», sagt Osterwalder. Wer neuer Burgherr wird, das ist Osterwalder egal. Hauptsache, die Burg werde gebraucht: «Von mir aus kann auch irgendein privater Fan die Burg kaufen. Toll ist natürlich, wenn sie wiederum an einem Tattoo gebraucht wird. Der Interessent aus Deutschland veranstaltet selber ein Tattoo.»

Burg kostet um die 20'000 Franken

Die grösste Indoor-Burg der Schweiz haben Adi Osterwalder und sein Team im Jahr 2013 anfertigen lassen. Damals bezahlten sie dafür rund 40'000 Franken. Kaufen soll man sie jetzt für 15'000 bis 20'000 Franken können.

Im Moment steht die Burg in einer Lagerhalle. «Wir hoffen, die Burg mittelfristig verkaufen zu können. Längerfristig können wir die Burg nicht lagern, da wir immer noch Miete dafür bezahlen müssen.» Im allerschlimmsten Fall muss die wunderschöne Kulisse verschrottet werden.

Lara Abderhalden
Quelle: abl
veröffentlicht: 14. März 2017 17:59
aktualisiert: 14. März 2017 17:59