«Whatsapp ist für mich ein Fremdwort»

Sandro Zulian, 28. Januar 2019, 20:01 Uhr
Die Stadt Wil will ihre Bürgerinnen und Bürger künftig über Whatsapp informieren. Zufriedene Stimmen in der Bevölkerung halten die Massnahme für sinnvoll. Andere wissen aber gar nicht, was Whatsapp überhaupt ist. Die Umfrage vor Ort.
Was vor vielen Jahren noch über Flugblätter geschah, wird in Wil künftig per Whatsapp abgewickelt. Mittels der digitalen Messaging-App wissen die Wilerinnen und Wiler neu direkt über das Smartphone, was in ihrer Stadt gerade wichtig ist. Stolz verkündeten die Verantwortlichen, dass Wil wohl die erste Schweizer Stadt ist, die Informationen an die Bevölkerung künftig per Whatsapp verschicken will (FM1Today berichtete).

Kein Handy, kein Computer, kein Whatsapp

Die Kollegen von TVO wollten es genauer wissen und haben sich in der Äbtestadt umgehört. Wie kommt das neue Info-System an? Einigen Wilern ist die Idee mehr als nur suspekt. «Das finde ich nicht gut. Weil wir Älteren nicht mehr drauskommen.» Ebenfalls ein älterer Herr gibt auf der Strasse unverhohlen zu: «Für mich ist Whatsapp ein Fremdwort. Ich habe keinen Computer und auch kein E-Mail oder ein Handy oder wie das auch immer heisst.»

Auch analog informieren geht noch

Andere Stimmen stehen dem neuen Info-Kanal durchaus positiv gegenüber: «Ich denke, es ist vielleicht auch ein guter Weg, die Jungen so zu erreichen, die allenfalls weniger Zeitung lesen.» Die Stadt Wil ist sich indes bewusst, dass vorallem ältere Menschen Whatsapp & Co nicht kennen. Diese können sich ab dem Sommer die Mitteilungen der Stadt Wil per Post schicken lassen. Oder natürlich weiterhin Zeitung lesen.

Werbung

(saz)

Sandro Zulian
veröffentlicht: 28. Januar 2019 19:48
aktualisiert: 28. Januar 2019 20:01