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Nach 36 Jahren KSSG

«Will es ruhiger nehmen»: St.Galler Infektiologe Pietro Vernazza geht in Pension

1. September 2021, 06:56 Uhr
Nach 36 Jahren am Kantonsspital St.Gallen geht der dortige Chef der Infektiologie Pietro Vernazza in Pension. Seine Karriere geht dank seiner HIV-Forschung in die Geschichtsbücher ein.
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Quelle: tvo

Auf der ambulanten Infektiologie am Kantonsspital St.Gallen verabschiedet sich Pietro Vernazza von seinen Mitarbeitenden. Ende August endet für ihn seine Zeit als Chef der Abteilung. «Es gibt für mich nun einen neuen Weg, auf den ich mich sehr freue», sagt Vernazza.

Unschlüssigkeit als junger Mann

Als junger Mann wusste Pietro Vernazza noch nicht, ob er Mediziner oder Elektroingenieur werden sollte. Er wählt schlussendlich den Weg der Medizin und widmet seine Arbeit unter anderem der HIV-Forschung. Mit dem «Swiss Statement» aus dem Jahr 2008 geht Vernazza sogar in die Geschichtsbücher ein. Dieses Papier hielt erstmals fest, dass wenn HIV-Viren sich aufgrund von Medikamenten nicht mehr vermehren, das Virus sexuell nicht mehr übertragbar ist.

Herausforderung Coronapandemie

Geschichtsträchtig ist auch die Coronapandemie, welche Vernazza als Infektiologe hautnah miterlebt. «Die Pandemie bedeutete für alle Infektiologen eine neue Herausforderung. Auch innerhalb der Klinik haben wir viele wissenschaftliche Diskussionen geführt», sagt der 65-Jährige.

«Ich will das Leben ruhiger nehmen"

Die Medizin soll auch in der Pension nicht aus Vernazzas Leben verschwinden. Im privaten Bereich sollen aber auch neue Dinge hinzukommen: «Ich will das Leben etwas ruhiger nehmen. Ich freue mich, dass ich nicht mehr auf Zeitpläne angewiesen bin und das machen kann, was mir Freude bereitet.»

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 31. August 2021 20:03
aktualisiert: 1. September 2021 06:56