FM1-Land

Wind, Wärme und Saharastaub – der Föhn kommt

20. Oktober 2020, 13:02 Uhr
Warm und windig: Das FM1-Land bekommt in den nächsten Tagen klassisches Föhnwetter.
© Tagblatt
Es wird nochmals richtig warm im FM1-Land – und ein wenig stürmisch. Der Föhn bringt milde Luft aus Nordafrika zu uns und damit Temperaturen über der 20-Grad-Marke sowie Windgeschwindigkeiten von bis zu 70 Kilometern pro Stunde.

Nachdem es in den letzten zwei Wochen einige kühle Oktobertage gab und die Temperatur manchmal gar an der Null-Grad-Grenze kratzte, sorgt der Föhn jetzt dafür, dass es nochmals richtig mild wird.

Sturmtief Imka ist im Anmarsch

Verantwortlich dafür ist ein Sturmtief namens Imka, welches sich über ganz Europa erstreckt und klassisches Föhnwetter mit sich bringt. Ab Dienstagnachmittag erinnern das Wetter mit bis zu 20 Grad mehr an Spätsommer als an Herbst. Zudem bringt Imka nebst den milden Temperaturen mit der nordafrikanischen Luft auch ein wenig Saharastaub zu uns.

Im Verlaufe des Mittwochs erreicht das Föhnwetter in der Folge den Höhepunkt, auch die Stadt St.Gallen oder Appenzell bekommen eine gehörige Ladung ab. An verschiedenen Orten im FM1-Land kann es bis zu 25 Grad geben, wie Meteorologe Klaus Marquardt von Meteonews gegenüber FM1Today sagt.

Sturmtief Imka erstreckt sich über ganz Europa – und bringt nebst Wärme auch mittelstarke Windböen und Saharastaub aus Nordafrika mit.

© Meteo News

Am Donnerstag und Freitag lässt der Föhn nach und die Gradwerte gehen sukzessive zurück. Trotzdem bleibt es verhältnismässig mild. Regen ist in diesen Tagen gar kein und Nebel nur ganz lokal ein Thema.

«Nicht den morschesten Baum zum Anlehnen aussuchen»

Auch mit stärkeren Windböen ist zu rechnen. Marquardt erwartet Spitzengeschwindigkeiten von 70 Kilometern pro Stunde, beispielsweise auf dem Säntis, der Ebenalp, aber auch im Rheintal.

Trotz der Windböen kann man das warme Wetter an der frischen Luft nochmals geniessen – wenn man sich vorsichtig verhält, sagt Marquardt: «Es ist nicht generell gefährlich, sich draussen aufzuhalten, aber man sollte sich nicht unbedingt den morschesten Baum zum Anlehnen aussuchen.»

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 20. Oktober 2020 11:36
aktualisiert: 20. Oktober 2020 13:02