Möbelhäuser

«Wir wollen den Betrieb auf 150 Prozent hochfahren»

11. Mai 2020, 17:00 Uhr
Acht Wochen hat es gedauert, bis die Schweizer Möbelhäuser den Betrieb wieder aufnehmen konnten. Die Möbelhäuser sowie deren Kunden freut dies gleichermassen.

Kurz vor 9 Uhr am Montagmorgen. Vor dem Möbelhaus Svoboda in Jonschwil warten bereits ein paar potenzielle Kunden auf die Türöffnung. Nach acht Wochen können nun endlich wieder Gartenmöbel, Sofas und Esstische gekauft werden. Allerdings müssen auch in den Möbelhäusern Sicherheitsmassnahmen umgesetzt werden.

Im Eingangsbereicht des Möbelhauses steht Ruedi Bosshard, Geschäftsführer von Möbel Svoboda. Der Chef höchstpersönlich erklärt den Kunden, was es bei einem Einkauf zu beachten gilt. Masken und Handschuhe stehen zur Verfügung, eine Tragepflicht gibt es allerdings nicht. Dasselbe gilt für das Verkaufspersonal. Auf dem Boden sind in regelmässigen Abständen Hinweise auf die Abstandsregeln angebracht, Dispenser mit Desinfektionsmittel stehen bereit.

«Gehen von einem Ansturm aus»

«Wir sind bereit für den heutigen Tag», sagt Ruedi Bosshard. «Wir haben sehnsüchtig darauf gewartet, unsere Kunden wieder begrüssen zu dürfen.» Der grosse Ansturm bleibt zu Beginn der Massnahmen-Lockerungen allerdings noch aus. «Die Erwartungen sind aktuell hoch. Auf das Wochenende hin gehen wir von einem Ansturm aus. Die Kunden waren lange zu Hause und jetzt können sie wieder neue Möbel kaufen.»

Ruedi Bosshard, Geschäftsführer Möbel Svoboda

© FM1Today

Auf ein Probeliegen im neuen Bett müssen die Kunden trotz der Hygienemassnahmen nicht verzichten: «Wir haben auf den Betten spezielle Bezüge, die wir wegnehmen und waschen können. Ausserdem ist das Reinigungsteam permanent unterwegs», sagt Ruedi Bosshard.

Anstehen vor Interio und Ikea

Auch andere Möbelhäuser haben ihren Betrieb nun wieder hochgefahren. Vor dem Interio in St.Gallen stehen die Kunden bereits am Vormittag Schlange. «Es ist fast wie im Europapark, die Schlange ist riesig», sagt eine anstehende Besucherin. «Eigentlich brauche ich nicht viel, aber heute gibt es bis zu 50 Prozent, deshalb wollte ich einfach mal vorbeischauen», sagt eine andere Kundin. Vor der Ikea in der St.Galler Shopping Arena wurden extra Begrenzungen aufgestellt, um die anstehenden Massen zu leiten. Bis 10 Uhr kamen rund 500 Kunden ins schwedische Möbelhaus.

«Haupteinnahmen liegen im Offline-Geschäft»

Mit der Wiedereröffnung der Möbelhäuser soll finanziell aufgeholt werden, was in den letzten Wochen verloren ging. So auch im Möbelhaus Svoboda, sagt Geschäftsführer Ruedi Bosshard: «Wir konnten gute Online-Umsätze schreiben. Der Hauptträger unserer Einnahmen ist allerdings das Offline-Geschäft. Deshalb wollen wir den Betrieb nun auf 150 Prozent hochfahren.»

(dab)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 11. Mai 2020 16:47
aktualisiert: 11. Mai 2020 17:00
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