Zwei übermüdete Autofahrer verunfallt

Laurien Gschwend, 20. Februar 2018, 10:54 Uhr
Am Montag kam es im Kanton St.Gallen zu zwei Verkehrsunfällen, weil die Autofahrer zu müde waren. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden beträgt mehrere tausend Franken.

Kurz nach 9 Uhr fuhr ein 35-Jähriger mit seinem Auto auf der Autobahn A3 von Flums in Richtung Sargans. Während eines Überholmanövers schlief er ein. Das Auto kollidierte in der Folge mit der Mittelleitplanke. Unmittelbar nach dem Aufprall kam der 35-Jährige wieder zu sich und konnte sein Auto anschliessend auf dem Pannenstreifen anhalten. Es entstand Sachschaden in der Höhe von 6000 Franken.

Fahrt endet in Bach

Sechs Stunden später, um 15.15 Uhr, war ein 73-jähriger Autofahrer auf der Umfahrungsstrasse Ebnat-Kappel in Richtung Wattwil unterwegs. Weil er nach eigenen Aussagen am Steuer einschlief, überquerte er mit seinem Fahrzeug die Gegenfahrbahn und rollte ein angrenzendes Wiesenbord hinunter, wo es anschliessend in einem Bach zum Stillstand kam. Der 73-Jährige musste eine Blut- und Urinprobe sowie den Führerausweis abgeben.

Folge: Entzug des Führerausweises

Die Kantonspolizei St.Gallen warnt: «Neben einem Strafverfahren kann Übermüdung im Strassenverkehr auch den Entzug des Führerausweises zur Folge haben.» Fahrunfähigkeit beinhalte demnach nicht nur das Fahren unter Alkohol-, Drogen- oder Medikamenteneinfluss.

Laut der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) ist bei rund zehn bis 20 Prozent der Verkehrsunfälle Müdigkeit im Spiel. Das BFU empfiehlt, bei Anzeichen von Müdigkeit anzuhalten und einen Turboschlaf von 15 Minuten einzulegen.

Laurien Gschwend
Quelle: Kapo SG/red.
veröffentlicht: 20. Februar 2018 10:49
aktualisiert: 20. Februar 2018 10:54