Zwölf Jahre Gefängnis für Haupttäter

Laurien Gschwend, 11. September 2018, 13:04 Uhr
Die Polizei hat die Produktionsanlage sowie die Pflanzen und das Marihuana vernichtet. (Symbolbild)
Die Polizei hat die Produktionsanlage sowie die Pflanzen und das Marihuana vernichtet. (Symbolbild)
© Keystone/Gian Ehrenzeller
Der Haupttäter des Hanfplantagen-Überfalls in Altstätten muss zwölf Jahre hinter Gitter. Das Kantonsgericht St.Gallen hat zudem eine Busse von 400 Franken und eine ambulante Massnahme angeordnet.

Im vergangenen Jahr hatte das Rheintaler Kreisgericht den Chauffeur wegen mehrfacher versuchter Tötung zu einer Freiheitsstrafe von zehneinhalb Jahren verurteilt. Zudem ordnete es eine stationäre Therapie an. Gegen diese wehrte sich der 42-Jährige «mit Händen und Füssen» – mit Erfolg.

Höhere Gefängnisstrafe, dafür keine stationäre Massnahme

Das Urteil des Kantonsgerichts St.Gallen, das am Dienstag öffentlich wurde, sieht eine vollzugsbegleitende ambulante Massnahme vor. Allerdings erhöht sich die Haftstrafe auf zwölf Jahre, hinzu kommt eine Busse in der Höhe von 400 Franken.

Sechs Männer aus der Region Zürich hatten Anfang 2015 einen Überfall auf eine Hanfplantage in einer Fabrikhalle in Altstätten gemeinsam geplant und ausgeführt. Der Haupttäter hatte eine Pumpgun dabei, schoss auf zwei Bewacher der Anlage und verletzte sie schwer. Die Täter flüchteten und riefen eine Ambulanz zum Tatort.

Mehrfach vorbestrafter Haupttäter

Der Chauffeur ist mehrfach vorbestraft und befindet sich im vorzeitigen Strafvollzug. Er war 1997 beim spektakulären Überfall auf die Fraumünsterpost in Zürich dabei, als fünf Männer 53 Millionen Franken erbeuteten. Sie wurden alle gefasst.

Dem Opfer, das lebensgefährlich verletzt wurde, muss der 42-Jährige eine Genugtuung von 85'500 Franken bezahlen, dem zweiten Opfer kommen 28'500 Franken zugute. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Laurien Gschwend
Quelle: SDA/red.
veröffentlicht: 11. September 2018 12:49
aktualisiert: 11. September 2018 13:04