Arbon will historische Villa verkaufen

Laurien Gschwend, 10. April 2018, 06:17 Uhr
Werbung
Der Arboner Stadtrat wagt einen erneuten Versuch und will das denkmalgeschützte Haus Max Burkhardt verkaufen. Der Verein hinter der Villa ist strikt dagegen.

«Wir haben den Verdacht, dass der Stadtrat nicht klar genug weiss, worum es hier geht», sagt Ruth Erat, die Präsidentin des Vereins Haus Max Burkhardt, gegenüber TVO. Nachdem er im Jahr 2014 vom Parlament ausgebremst wurde, hat der Stadtrat abermals vor, die Jugendstil-Villa im Arboner Bergliquartier abzutreten.

«Versucht, Wände zu übermalen»

Erat glaubt, dass das geschützte Objekt, wenn es einmal in fremder Hand ist, nicht mehr so leicht beaufsichtigt werden kann. «Eine Privatbesitzerin oder ein Privatbesitzer ist versucht, Wände zu übermalen oder im Innern Veränderungen vorzunehmen.» Verzierungen des Dekorationsmalers und Namensgebers Max Burkhardt könnten so zerstört werden, fürchtet die Vereinspräsidentin.

Villa für Weiterentwicklung nicht relevant

Mit dem Verkauf des Hauses Max Burkhardt hat der Stadtrat vor, die knappe Kasse aufzubessern. Stadtpräsident Andreas Balg (FDP) erklärt, dass die Villa für die Weiterentwicklung Arbons nicht relevant sei. «Der Bundesschutz bleibt aufrecht, unabhängig vom Besitzer.»

Nun liegt es am Parlament, über den Verkauf zu entscheiden. Mit welcher Massnahme der Verein Haus Max Burkhardt das historische Gebäude retten möchte, erfährst du im TVO-Beitrag.

Laurien Gschwend
Quelle: red.
veröffentlicht: 10. April 2018 06:17
aktualisiert: 10. April 2018 06:17