Frauenfeld

Bauer zermäht drei Rehkitze – Anwohnerin erstattet Anzeige

1. Juli 2020, 18:27 Uhr
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Quelle: tvo

Beim Kantonsspital Frauenfeld sind beim Mähen drei Rehkitze getötet worden. Obwohl eine Anwohnerin und der Obergärtner den Bauern auf die Tiere hingewiesen hatten, traf dieser keine Schutzmassnahmen. Jetzt erstattet die Anwohnerin Anzeige wegen Tierquälerei.

Die Anwohnerin und der Obergärtner haben den Bauern darauf aufmerksam gemacht, dass auf der Wiese über der Tiefgarage des Frauenfelder Kantonsspitals eine Rehfamilie lebt. Obwohl er früh genung gewarnt wurde, zermähte er vorletzten Montag ein Rehkitz. Die weitere Nachschau auf der Wiese bestätigt: Insgesamt wurden drei Jungtiere zermäht. Zwei mussten vom Revierförster erlöst werden, ein drittes war schon tot.

Strafanzeige wegen Widerhandlung gegen Tierschutzgesetz

«Wir sind erschüttert, dass in der heutigen Zeit ein Bauer nicht die zur Verfügung stehende Hilfestellung in Anspruch nimmt. Diese sind ja sogar kostenlos», sagt die Anwohnerin gegenüber dem «St.Galler Tagblatt». Deswegen hat sie Strafanzeige wegen Widerhandlung gegen das Tierschutzgesetz erstattet.

«Rehkitze suchen Schutz im hohen Gras»

«Jedem Landwirt sollte bekannt sein, dass Rehe ihre Jungtiere während der Mähzeit zur Welt bringen und diese im hohen Gras Schutz suchen», sagt Caroline Mulle, Mitarbeiterin bei der Stiftung für das Tier im Recht. Das Verhalten des Bauern sei gemäss Tierschutzgesetz strafbar.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 1. Juli 2020 07:38
aktualisiert: 1. Juli 2020 18:27